bienenstich ([info]bienenstich) wrote,
@ 2007-11-30 21:11:00
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.:Nosce te ipsum:. PART 5-6-7-8


Kapitel 5: Part 05: Pugna - Schlacht

Nosce te ipsum – Erkenne dich selbst


~~~
By: bienenstich
Genre: Romance
~~~

~~~
Für Coco,
eine großartige Freundin
~~~~


~~~
Part 05:
Pugna - Schlacht
~~~

“Als ich dich zum ersten Mal sah,
wurde mir ganz plötzlich klar,
dass du mein sein wirst.
Zeig mir nicht die kalte Schulter,
du gehörst zu mir.“

„Gute…“

BAMM!

„…Nacht!“

Natsume seufzte. Er hatte sie wohl doch ein bisschen zu sehr verärgert.
Er hätte wohl doch nicht seinen Stolz die Oberhand ergreifen lassen und diesen beiden Mädchen etwas vorspielen sollen. Bei Imai kam es zwar an, aber nicht mit der gewünschten Wirkung…
Eigentlich sollte es ihn ja nicht kümmern vor der, mit voller Wucht und Wut zugeschlagenen, Tür seiner „Freundin“ zu stehen, aber irgendwas wurmte ihn dann doch noch ganz schön.

Aus Mikans Zimmer kam ein paar kurze Knarrer, die sich so anhörten, als habe Mikan Stühle, Tische, den Schrank oder sonst was vor hinter die Tür gestellt, um sicher zu gehen, dass Natsume auch nicht herein kommt und weitere, für ihn äußerst seltsame, Dinge versucht.

Eine kurze Stille und dann ein paar sanfte „Poffs“, was wahrscheinlich bedeutete, dass sie selbst ihre Kissen zu den Stühlen und anderen Dingen gestellt hat.
Als ob Satan persönlich vor der Türe steht…

„Tss.“, raunte Natsume und damit verbannte er dieses nervende Gefühl aus in Richtung Magen namens Reue und machte sich auf den Weg zu seinem Zimmer. Weit, weit weg von diesem aufbrausenden Idioten, seiner Freundin. Weit weg von spionierenden besten Freunden und einer durch geknallten Erfinderin mit treu, was bliebe ihnen anderes übrig, ergebenen Handlangern.

“Als ich dich zum ersten Mal sah,
wurde mir ganz plötzlich klar,
dass du mein sein wirst.
Zeig mir nicht die kalte Schulter,
du gehörst zu mir.“

~~~

„…chen…“

Mikan drehte sich im Halbschlaf auf die andere Seite und wickelte die Decke enger um sich.

„…üncktchen…“

Stöhnend griff sie nach ihrem Wecker und donnerte ihn gegen den Fußboden.

„…Pünktchen…“

Mikan verzog die Mundwinkel nach unten und hielt sich mit ihrem Teddy die Ohren zu.
Nicht schon wieder…

“Sag es mir, sag es mir,
du bist meine große Liebe…“

„PÜNKTCHEN!“

Völlig überrascht schreckte sie hoch, spürte die Schmerzen in ihrem Fuß und landete auf dem Boden.

„Natsume!“, schrie sie aufgebracht.

„Yo!“

“Sag es mir, sag es mir,
du bist meine große Liebe…“

~~~

„Wie bist du überhaupt rein gekommen?“, fragte Mikan und griff nach dem Marmeladenglas.

„Na, durch die Tür, Dummerchen!“, sagte Natsume gelassen.

Schon wieder hatte er dieses gekünstelte, falsche Etwas auf den Lippen, dass Mikan einen Schauer über den Rücken lief. Das da war eindeutig nicht Natsume vor ihr…

“Als ich dich zum ersten Mal sah,
wurde mir ganz plötzlich klar,
dass du mein sein wirst.
Zeig mir nicht die kalte Schulter,
du gehörst zu mir.“

Seufzend biss Mikan von ihrem Marmeladenbrot und verfluchte gestern Abend, als sie gedacht hatte, dass genug sei und sie den Schrank wieder abmontierte.
Natsume hatte sie doch glatt morgens… Sonntagmorgen… um halb Acht aus dem Bett gejagt, in die Dusche getrieben und zum Abschluss, nachdem sie schwor, das Bad nicht wieder zu verlassen, vom Frühstück vorgeschwärmt, sodass sie es nicht länger als weitere 3 Minuten und 12 Sekunden da drinnen aushielt. Er meinte, dass wenn sie schon nicht den ganzen Tag aneinander kleben konnten und wollten, müssten sich beide überwinden wenigstens gemeinsam zu frühstücken.

Natsume, davon war sich Mikan sicher, wollte wirklich für die nächsten paar Wochen seine Ruhe. Anderes wäre er wohl nicht bereit gewesen, soviel Zeit mit Mikan zu verbringen. Er meinte dazu nur: „Manche Opfer muss man bringen!“
Und weiter wurde davon nicht geredet, denn Kokoroyomi ging gerade an Hotarus Seite an dem Tisch vorbei.

“Ich sag’s dir, ich sag’s dir,
du bist meine große Liebe…“

Überglücklich sprang Mikan von ihrem Platz auf und versuchte Hotaru zu umarmen, was aber darin endete, dass Mikan direkt in die Arme von Sumire sprang, die so nah, wie möglich, bei Natsume sitzen wollte und nachdem sie Natsumes (falsches) Lächeln für Mikan gesehen hatte, schon längst vergaß, dass sie nur noch an einer Serviette kaute.

Hyperventilierend versuchte sie Fassung zu bewahren und nicht gleich ihre Krallen nach Mikan auszufahren. In diesem Moment schien es ihr das Beste minimal gemein zu sein und sie des Weiteren zu ignorieren. Darauf bedacht sie nicht allzu fest zu schubsen, schüttelte sie Mikan von ihrem Schoß und wendete sich ihrem Glas Milch zu.
Imai würde das schon regeln….

Hotaru indes, wendete sich zu Natsume.
„Was für ein Zufall, Hyuuga- Kun.“, lächelte sie. „Ich hätte nicht gedacht, euch hier zu sehen, besonders Mikan. Wir haben erst Viertel nach Acht und es ist Sonntag. Sehr beachtliche Leistung, Hyuuga- Kun.“

“Mich hat es voll erwischt,
deine Liebe fesselt mich,
deshalb verhalte ich mich so.“

„Vielen Dank!“, antwortete Natsume und lächelte zurück.

Kokoroyomi trat einen kleinen Schritt zurück und blieb neben Mikan, die immer noch auf dem Boden saß, stehen. Offensichtlich hatte diese die finstere Wolke, die sich über Natsume und Hotaru gelegt hat, noch nicht entdeckt.

„Du scheinst ja sehr glücklich zu sein. Darf man fragen, was dich in diesen außerordentlich selten Zustand des Entzückens bringt?“, fragte Hotaru. Immer noch lächelnd setzte sie sich auf Mikans Platz, gegenüber von Natsume, und stellte Mikans Frühstück zur Seite.

„Das Leben. Die Liebe. Meine Jugend erblüht einer Blume gleich… willst du das es das ist, was ich sage? Heute Mittag gibt es Erdbeeren zum Nachtisch… brauche ich einen weiteren Grund mich zu freuen?“, meinte Natsume und nippte an seinem Kaffee.

“Das sagst du doch nur so,
du machst mir etwas vor,
doch darauf fall ich nicht rein.“

„Ah… Ich dachte nur, du wärst glücklich, ein wenig Zeit mit deiner Freundin zu verbringen. Auch ich habe davon gehört. So etwas verbreitet sich wirklich wie ein Buschfeuer. Aber egal. Mich wundert nur, dass ihr ausgerechnet jetzt miteinander geht. Hat das irgendwelche Gründe, Hyuuga-Kun?“

Mikan schluckte.
Hätte Hotaru sie auf diese Weise gefragt, wäre sie jetzt wahrscheinlich vor Hotaru auf die Knie gefallen und hätte angefangen ihr alles zu beichten.

„Bist du etwa eifersüchtig?“, fragte Natsume unschuldig.

Damit schien auch Hotaru überrumpelt worden zu sein. Überrascht zog sie eine Augenbraue hoch.

“Nach so vielen Jahren
Sehen wir uns endlich wieder.
Dieser Augenblick
Soll nie zu Ende gehen.
Dieser Augenblick des Glücks
Macht mich noch ganz verrückt…“

„Ei… fer… süch… tig…? ...!“

Irgendwas in Mikan wollte einen Daumen hoch strecken und „Superb, Natsume!“ rufen. Sie entschied sich aber ihm im Stillen zuzujubeln.

„Oder stehst du auf Dreierbeszeihungen?“, fragte Natsume weiter und nahm noch einen Schluck aus seiner Tasse.

Mikans Mund viel auf und die Jubelrufe ersticken in sekundenschnelle…

Hotaru schien jetzt nicht nur verwirrt, sondern auch wütend zu sein. Sie wollte gerade etwas sagen, als…

“Sag es mir, sag es mir,
du bist meine große Liebe…“

„Darüber ließe sich reden…“, meinte Natsume.

“Ich sag’s dir, ich sag’s dir,
du bist meine große Liebe…“

KLIRR

Sumire hatte das Glas in ihrer Hand zerbrochen und saß da, wie bestellt und nicht abgeholt. Milch lief ihre Hand hinunter auf ihren Rock und entsetzt sprangen ein paar Mädchen, die etwas weiter weg saßen, um nicht allzu sehr verdacht zu machen, dass sie Mikan und Natsume belauschten, liefen eiligst zu ihr und schrieen entsetzt auf, als sie ein kleine Rinnchen Blut sahen, das Sumires Zeigefinger runter floss. Sofort zerrten sie diese aus der Kantine und in Richtung Takahashi- Sensei.

"Das war ein Witz, Imai...", sagte Natsume monton.
Mikan stutze. Natsume... machte Witze?!?!?

Hotaru stand auf, machte den Mund auf und…

„Du machst mich ganz verrückt,
meine Gedanken sind verwirrt.
Ich sehe dich vor mir in jedem Moment,
so kann ich immer von dir träumen.“

„N… Natsume! Was redest du da denn für dummes Zeug? He, he, he…“, plapperte Mikan los.
Schnell schlag sie ihre Arme um Natsumes Arm und zog ihn von seinem Stuhl.

„E… Entschuldige Hotaru, aber Natsume wollte mir etwas zeigen und ich sterbe vor N… Neugierde! He, he, he…“, stotterte Mikan, die gewaltig ins schwitzen geriet.

“Ich halte dich ganz fest und
Lass dich nie mehr los.“

Hotaru schien etwas sagen zu wollen, bekam aber keinen Ton heraus.

„Bis dann!“, rief Mikan und sie eilte, mitsamt Natsume zur nächsten Tür hinaus.
Noch im hinausgehen blickte Natsume zurück und lächelte einmal ganz kurz hämisch auf.

Ich gehöre für immer dir,
ja das versprech ich dir.

„Bist du jetzt völlig durchgeknallt?!“, flüsterte Mikan wütend zu, als sie seinen Arm wieder los ließ und beide in Richtung Schlafsaal eilten.

Natsume, der das überhört zu haben schien, meinte nur:
„1:0 für uns…“

"Unsere Liebe soll nie vergehen."
~~~

„Du hast nicht die gewünschte Wirkung erzielt, Hotaru.“, sagte Kokoroyomi, der sich vorsichtig Hotaru näherte. Die Worte: „Und wieder lässt Natsume ein Mädchen sprachlos im Regen stehen...“ verkniff er sich.

“Sag es mir, sag es mir,
du bist meine große Liebe…
Ich sag’s dir, ich sag’s dir,
du bist meine große Liebe…“

Hotaru sagte nichts.
Langsam verdunkelte sich ihre Miene.
Sie stand auf und wandte sich zu Kokoroyomi.
„Kokoroyomi… Wir gehen!“
Und ohne irgendwelche Widerworte nahm sie ihn am Kragen und schleifte ihn aus der Kantine.

„Du hast vielleicht die Schlacht gewonnen… aber den Krieg werde ich sicher nicht verlieren, Hyuuga Natsume- Kun.“

“Als ich dich zum ersten Mal sah,
wurde mir ganz plötzlich klar,
dass du mein sein wirst.
Zeig mir nicht die kalte Schulter,
du gehörst zu mir.
Sag es mir, sag es mir,
du bist meine große Liebe…
Ich sag’s dir, ich sag’s dir,
du bist meine große Liebe…“


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Part 05:
Pugna - Schlacht
Ende
-Fortsetzung folgt-
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Kapitel 6: Part 06: Indutiae - Waffenstillstand

Nosce te ipsum – Erkenne dich selbst


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By: bienenstich
Genre: Romance
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Für Coco,
eine großartige Freundin
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Part 06:
Indutiae - Waffenstillstand
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“Das Herz schmerzt,
das Leben brennt…“

„Weißt du was?“, fragte Natsume und fuhr mit seiner rechten Hand über Mikans Fuß.

„Was?“, gab Mikan zurück und blickte Natsume nicht an. Sie hatte die Augen geschlossen… aus „Vorfreude“ auf das, was kommt.

„Ich frage mich…“, fuhr er fort und fuhr nun immer langsamer Mikans Bein entlang.
„Ich frage mich wirklich…

“Das Herz schmerzt,
das Leben brennt,
vor den Augen
steigt Rauch auf …“

Wie man so blöd sein kann!!!“

Den letzten Teil sagte Natsume in einem äußerst Abschätzenden Ton und fuhr über Mikans Fußgelenk. Allerdings nicht ohne Mikans Mundwerk mit seiner linken Hand zu blockieren. Gerade noch rechtzeitig, denn genau in diesem Moment sprangen ihre Augen auf und ihre geballte Faust aufs Bett knallte.

“Das Herz schmerzt,
das Leben brennt,
vor den Augen
steigt Rauch auf …“


Natsume seufzte und erinnerte sich an diese äußerst sonderbaren letzen 10 Minuten.

“Ich verstehe es nicht,
meine Liebste…“

Genau 10 Minuten vorher… lief Mikans Kopf knallrot an und sie versuchte (mit dem gesunden Fuß) Natsume zu treten, für die Peinlichkeiten, die sie in Anwesenheit Hotarus ertragen musste, und wie er es wagte Hotaru bloß zu stellen, für die Demütigung vor allen Schülern etc., etc. … oder so Ähnlich.

Genau 9 Minuten vorher… passte Mikan im gehen nicht auf… stolperte… und fiel die Treppe runter… Lauthals, aber komischerweise leise genug, dass die Schüler, die am anderen Ende des Ganges in der Kantine saßen und weiter aßen und plauderten, es nicht bemerkten/ störte.

Genau 8 Minuten vorher… war Natsume auch unten an der Treppe angekommen… er lief hinunter… und fragte Mikan, ob sie noch am Leben sein…

“Das Herz schmerzt,
das Leben brennt,
vor den Augen
steigt Rauch auf …“

Genau 7 Minuten vorher… gab Mikan mit einem verzweifelten Schlag in Natsumes Richtung zur Kenntnis, dass sie noch unter den Lebenden weilte…

Genau 6 Minuten vorher… scherte Mikan Natsume zum Teufel…

Genau 5 Minuten vorher… bereute Mikan es…

“Das Herz schmerzt,
das Leben brennt,
vor den Augen
steigt Rauch auf …“

Genau 4 Minuten vorher… kam Natsume zurück und nahm die protestierende Mikan Huckepack und setzte sich in Richtung Mikans Zimmer in Bewegung…

Genau 3 Minuten vorher… liefen ein äußerst wütender Natsume Hyuuga, mit einer äußerst unzufriedenen Mikan Sakura auf dem Rücken, den Gang entlang…

Genau 2 Minuten vorher… verbat Mikan Natsume ihr Zimmer zu betreten und vor 1 ½ Minuten trat er dann doch ein…

“Das Herz schmerzt,
das Leben brennt…“

Und genau vor 1 Minute… schmiss Natsume Mikan auf ihr Bett, setzt sich auf die Bettkante und untersuchte ihr Fußgelenk.

Genua jetzt… riss Mikan Natsumes Hand von ihrem Mund und beschimpfte ihn als „Grobian!“.

~~~

“Erblickt er meinen Körper,
durchbohrt sein Blick
mein Herz.“

„Hier!“, rief Natsume und schmiss Mikan einen nassen Lumpen ins Gesicht.
Grummelnd legte in Mikan sich vorsichtig auf ihr Fußgelenk und wischte sich das Wasser aus dem Gesicht.

„So!“, sagte Natsume und stellte den Wasserhahn gegenüber dem großen Schrank ab.
„Meine Arbeit als guter Freund ist getan. Die Darbietung beim Frühstück hat uns einiges erspart. Tut mir Leid aber unser heutiges Beisammensein endet jetzt. Freu dich du hast den Rest des Tages und Morgen frei.“

„Grmph…“

„Bitte?“, sagte Natsume und blieb stehen.

„Was soll ich den jetzt machen?“, gab Mikan kleinlaut zu.

„Genieß deine Freiheit!“, meinte Natsume und öffnete die Tür um zu gehen.

“Erblickt er meinen Körper,
durchbohrt sein Blick
mein Herz.“

„Wie denn?“, fragte Mikan energisch und Natsume schloss die Tür wieder, da er einsah, dass er hieraus nicht mehr so schnell kam.
„Geh zu deiner Freundin. Ich denke, du willst sicher einige Dinge klarstellen. Außerdem hast du sie doch lange nicht mehr genervt.“

Wütend schmiss Mikan ihren Lumpen nach Natsume, der ihn aber geschickt fing.
„Ich nerve sie nicht… immer. Aber du bist Schuld, dass sie jetzt sicher nicht mehr mit mir redet. Sie wird nicht zugeben, dass sie sauer ist. Das würde sie nicht tun, aber sie wird sagen, dass sie beschäftigt ist. Und das ist das Gleiche!“, heulte sie.

Natsume seufzte. Hoffentlich wird das keine Angewohnheit.

„Dann verbring den Tag mir irgendwem anders…“

„Geht nicht!“, heulte sie weiter „Iinchou hat zu arbeiten, wegen dem Kulturfest. Nonoko und Anna sind shoppen, weil sie… ach egal… alle anderen haben auch schon zu tun…“

„Was im Klartext heißt, ich soll den ganzen Tag hier im Zimmer…mit dir… mir die Zeit vertreiben.“, fragte Natsume ungläubig. „Nenn mir 3 Gründe, warum ich das tun sollte…“

„Eh… Nun ja…“, stotterte Mikan.

“ Seine zarten Lippen pressen
sich fest auf die meinen.“

„Ja?“, fragte Natsume und drehte sich wieder zur Tür. Kurz verwundert, warum er sich überhaupt die Mühe gemacht hatte, ihr ins Gesicht zu blicken.

„1.!“, rief Mikan aus und Natsume blieb stehen „ Äh… Du hast sicher nichts Besseres zu tun!“
Natsume lachte höhnisch.
„Da ließen sich sicher Millionen Dinge finden.“

„2. Du bist nicht so kaltherzig, wie du tust. Auch wenn du oft gemein, unerträglich, widerlich, frech, übertrieben stolz, übermütig, eingebildet…“

„Willst du mich verletzten, vergraulen oder soweit bringen, dass ich die röste?“

„Und 3.!“, sagte Mikan und überhörte seinen Kommentar. „Du kannst mich doch nicht einfach so alleine lassen!“

“ Ich wälze mich ruhelos
nachts im Bett hin und her.“

PENG!

Egal was es war, aber das saß.

„Du kannst mich doch nicht einfach so alleine lassen!“

Er kannte diesen Satz. Er hatte ihn schon mal irgendwo gehört.
Wenn er sich recht erinnerte… In einem Film, den er mit Luca angeschaut hatte. Na ja… eher hatte in Luca angeschaut. Er selbst hat nur einige Male in den Fernseher gestarrt, als er verwundert bemerkte, dass Lucas Augen wässrig wurden.

Es ging… er war sich nicht mehr sicher… um ein Mädchen, nicht älter als 8. Ihre Familie war arm, erklärte Luca damals. Sie fand anscheinend ihren besten Freund in einem Pferd, an dessen Namen sich Natsume nicht mehr erinnern konnte. Nur irgendwas Englisches. Allerdings musste die Familie den Gaul verkaufen, um zu Essen zu bekommen.

Das war die Stelle, als Natsume aufblickte und eine im Abendrot schimmernde Bauerhof Szene oder so abgespielt wurde. Ein Auto mitsamt Anhänger, in dem ein schwarzer Gaul war, fuhr gerade entgegen den Sonnenuntergang. Hinter ihm zog er eine große Rauchschwade, da der Boden recht dürr war, hinterher. Hinter diesem dichten Rauchnebel rannte ein kleine Mädchen mit blonden Zöpfen und roten Kleid hinterher, stolperte, riss sich das Knie auf und fing an zu weinen.

Und während das Auto immer weiter fuhr, schrie das kleine Mädchen auf und auf dem Boden kauernd rief sie unter Tränen:

„Du kannst mich doch nicht einfach so alleine lassen!“

“ Was soll ich tun,
wie soll ich es sagen?“

Natürlich gefiel so was Luca.
Das Wunder der herzergreifenden Beziehung zwischen Mensch und Tier wurde in diesem Film wirklich deutlich geschildert.
Er hätte so was nie anschauen sollen…

„Das geht ganz einfach.“, sagte Natsume. „Ich öffne diese Tür, verlasse das Zimmer und du siehst mich morgen, wenn es deinem Fuß wieder besser geht, im Unterricht.“

Und damit verließ er das Zimmer.

“Wann wird die Nacht enden?“

~~~

„Und wieder einer weniger Pünktchen.“, sagte Natsume gelassen.

Eine Millionen Dinge waren Natsume zu langweilig geworden und während er selber noch nachdachte, was in dazu getrieben hat, wieder in Mikans Zimmer zu kommen und mit ihre „Mensch ärgere dich nicht“ oder besser „Pünktchen ärgere dich nicht“ zu spielen, amüsierte er sich lieber über jenes Pünktchen selber, das schon wieder einen Kegel verloren hatte.

“Das Herz schmerzt,
das Leben brennt,
vor den Augen
steigt Rauch auf …“

~~~

„Ich halte es auch für unmöglich oder eher unwahrscheinlich, Usa-Chan, aber einen Versuch ist es wert.“, sagte Luca und setzte sein weißes Häschen wieder auf seine rechte Schulter, während er mit etwas Unbehagen die Gänge der Schlafräume der „untergestellten“ Schüller durchkämmte.

Mit bestimmtem Ziel schlenderte er langsam and den offenen Fenstern vorbei und grüßte hier und da ein paar Vögel, die ihm fröhlich zuzwitscherten.

Leider konnte er diesmal keinen Vogel mitnehmen.
Die letzte Begegnung mit Natsume und Mikan lag noch zu tief unbehaglich in seinen Knochen. Ein Vogel erinnerte ihn nur mehr an diese peinliche Begegnung.

“Das Herz schmerzt,
das Leben brennt,
vor den Augen
steigt Rauch auf …“

~~~

„Natsume! Du hast geschummelt! Du bist eins zu weit gefahren!“, rief Mikan erzürnt und deutete auf den roten Kegel, der ihrem blauen gefährlich nah gekommen war.

„Quatsch! Ich bin am gewinnen. Warum sollte ich schummeln.“, sagte Natsume ohne mit der Wimper zu zucken.

„Moment mal! Es ist noch alles offen! Auch wenn du schon ¾ fertig bist. Ich kann immer noch aufholen.“

„Das hast du die letzten 12 Mal auch gesagt…“, seufzte Natsume.

„13 ist meine Glückszahl!“, meinte sie selbstsicher und Natsume hob eine Augenbraue.

“Das Herz schmerzt,
das Leben brennt,
vor den Augen
steigt Rauch auf …“

~~~

„Heute ist ein schöner Tag. Findest du nicht, Usa-Chan?“, fragte Luca seinen Hasen und lächelte ihn freundlich an.
Das Häschen nickte eifrig.

„Ich frage mich nur, wo Natsume abgeblieben ist. Es sieht ihm zwar ähnlich, des Öfteren zu verschwinden, aber noch nicht mal zu Mittag zu essen.
Und dann ist er nicht mal in seinem Zimmer… da bringt man ihm etwas aufs Zimmer und er ist nicht da. Wo kann er bloß stecken… das Essen wird kalt…
Hey!
Was meinst du damit? Ich höre mich wie eine besorgte Ehefrau an…“

“ In jeder Ader spüre ich Funken
der schmerzenden Liebe
wie Schmetterlinge
den Blumenduft.“

~~~

„Und du hast doch geschummelt…“, meinte Mikan verbittert.

„Du kannst es nur nicht fassen, dass du zum 13. Mal in Folge verloren hast, Pünktchen.“, sagte Natsume amüsiert und lehnte sich weiter aufs Bett.
„Du hast eben kein Glück im Spiel…“, meinte Natsume und schnappte sich einer ihrer blauen Kegel.

„Natsume! Gib mir den Kegel wieder!“, schrie sie und versuchte den Kegel zu schnappen.

“ Henna an meinen Füßen reibt sich
ab in ruhelosen Nächten.“

~~~

„Welches war noch mal Sakuras Zimmer? Vielleicht weiß sie, wo Natsume ist…“, murmelte Luca und auf Anweisung seines Häschens, bog er links ab.

„Ah… Stimmt ja… Hier!“

“ Was soll ich tun?“

~~~

„Gib ihn mir zu- ahhhh!“

Ca. 1 Sekunde hielt das siegessichere Grinsen auf Mikans Gesicht an, als sie ihren Kegel zurückerobert hatte.
1 Sekunde später verfluchte sie sich dafür, als sie das Gleichgewicht verlor und AUF Natsume landete.

“ Wann wird die Nacht enden?“

~~~

Luca klopfte und öffnete die Türe.

„Entschuldige, bitte, Sakura, aber hast du Natsume geseh-?“, weiter kam Luca nicht, sondern starrte genauso bedeppert wie gestern in Richtung Natsume Und Mikan.

Mikans plötzlicher Angriff traf Natsume unerwartet.
Als wäre das nicht genug für seinen stolz, verlor dieses Mädchen auch noch ihren Halt und landete auf ihm, riss in halb zu Boden und während sein Unterkörper noch auf dem Bett lag, konnte sich sein Oberkörper nicht so glücklich fühlen.

„Luca!“, rief Natsume erstaunt aus. „Du kommst zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt!“

„D… Das sehe ich!“, stotterte Luca und trat einen Schritt zurück. „Äh… verzeiht die Störung… schon wieder… aber Natsume… äh… dein Essen steht in deinem Zimmer, wenn du willst…“

„Danke!“, rief Natsume, als sei nichts und winkte seinem Freund zu.

„Warte! Luca- Pyon! Das ist ein Missverständnis… schon wieder!!!“, rief Mikan entsetzt und krallte sich an Natsumes Shirt, um nicht zu Boden gerissen zu werden.
„Es ist nicht so, wie es aussieht!“, schrie sie ihm verzweifelt hinterher, aber Luca hatte sich schon lange davongemacht.

Mikan heulte laut auf und vergrub dann ihr Gesicht in Natsumes Shirt.

„Nicht schon wieder!“

~~~

Noch im davon rennen fragte sich Luca nur eine Frage:

„Warum immer ich?“

“Das Herz schmerzt,
das Leben brennt,
vor den Augen
steigt Rauch auf …“

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Part 06
Indutiae - Waffenstillstand
Ende
-Fortsetzung folgt-
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Kapitel 7: Part 07: Repetitio - Wiederholung

Nosce te ipsum – Erkenne dich selbst


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By: bienenstich
Genre: Romance
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Für Coco,
eine großartige Freundin
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Part 07:
Repetitio - Wiederholung
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“Komm! Sei bereit! Komm! Sei bereit!
Lass uns das Boot der Liebe besteigen!
Auf, lass uns gehen!
Irgendwo wird es ein Ufer geben.“

Nur Scheu wandte Yuu seinen Blick ab.
Glücklich, da er endlich eine Ausrede wegzusehen gefunden hatte, und zugleich besorgt, dass er es wagte den Blick zu senken, um sich zu vergewissern, dass seine Hände auch ja seinen Pullover zurückkrempelten, damit er kurz auf seine Armbanduhr blicken konnte.

Stille.

Und dazu noch eine verdammt gespannte.

Er saß nun hier schon geschlagene 43 Minuten. 43 Minuten in Hotarus Labor. 43 Minuten in der Hölle, würden es besser treffen.

Zögernd schaute er wieder auf und blickte in das Gesicht von Kokoroyomi.
Er nickte und wandte sich ab.

Hotaru Imai saß mit dem Rücken zu ihnen. Von dem was er erkennen konnte, hielt sie einen Zeichenblock in der Hand. Ab und zu machte sie einige weitere Striche auf das Papier, wobei sie gekonnt kein Geräusch machte.
Genervt schmiss sie Stift und Zeichenblock auf den nächsten Tisch. Sie erhob sich und nahm ihre Tasse Tee vom Tisch, nahm einen kurzen Schluck und stellte sie geräuschvoll wieder ab.

Sie sah schrecklich aus. Der Grund, warum sowohl Yuu als auch Kokoroyomi sie heute besuchten.

Nachdem sie gestern Morgen eine Stolz verletzende Niederlage gegen Natsume Hyuuga erlebte, arbeitete sie ihre Wut ab, laut Kokoroyomi.
Er selber wagte es nicht zu widersprechen, selbst, wenn er gekommen war, um ihr mit Yuu einzureden, endlich zu schlafen und den Schraubenzieher aus der Hand zu legen.
Ein Blick aus diesen mörderischen, auf Rache versessenen Augen, ließ beide verstummen und wortlos Platz zu nehmen.

"Auf, lass uns gehen! Auf, lass uns gehen!
Komm! Sei bereit! Sei bereit noch heute!
Auf, lass uns gehen!"

Nervös wandten sich beide wieder dem Tisch zwischen ihnen zu und zuckten kurz zusammen, als Hotaru begann auf und ab im Zimmer zulaufen.
„Tss!“, war das einzige, was sie von sich gab.
Yuu war sich sicher, dass das nichts Gutes bedeuten konnte. Er wollte nicht wissen, was Kokoroyomi durchmachte, der sich nicht nur ganz genau denken konnte, was das bedeutete, sondern es auch sehen und hören, also ausmalen konnte.

Urplötzlich sprang die Tür auf und herein kam ein äußerst nervöser Luca.
Sein Haar war zerzaust und der kleine Usa-Chan baumelte an seiner Schulter. Nun im perfekten Partnerlook mit Hotaru, da auch er sehr müde aussah.

„Hör auf!“

Yuu und Hotaru blickten überrascht zu Kokoroyomi, der abrupt aufgestanden war.
Hochrot, was bei seinen sonstigen Gesichtsausdrücken eine Sensation war, blickte er fassungslos auf Luca.

„Ich will das nicht sehen. Ich will das nicht hören. Ich will nicht mal daran denken.“, rief er empört und wurde immer röter.
„Pure Einbildung! Glaube nicht, was du da siehst, Kokoroyomi, es ist eine Sinnestäuschung. Sie stehen sich nah, aber nie im Leben so nah!“, sagte er zu sich selber und hielt sich die Hände vor die Ohren, als wolle er nichts hören. Huh?

Ebenfalls leicht gerötet im Gesicht, setzte sich Luca auf einen Stuhl und nahm dankend ein Glas Wasser von Yuu an. Vielleicht hätte er doch nicht blindlings los rennen sollen…
Allerdings wusste er sonst nicht, wohin mit diesem… diesem… Brandmal, gekennzeichnet fürs Leben.

„Luca?“, sprach Hotaru und legte eine Hand auf Lucas Schulter, der dabei zusammenschreckte und instinktiv den Kopf weg drehte.
Ja, definitiv keine gute Idee.

„Hast du mir irgendwas zu sagen?“

~~~

"Ganz gleich, ob wir schwimmen oder untergehen,
wir müssen hinüber
Komm! Sei bereit! Komm! Sei bereit!
Lass uns das Boot der Liebe besteigen!
Auf, lass uns gehen!"

„Das ist wirklich nett, dass ihr mich besucht, Anna- Chan, Nonoko- Chan!“, sagte Mikan fröhlich, wobei sie mit gemischten Gefühlen zu Sumire sah, die an ihrer Tür lehnte und ab und zu kleine (oder große) Giftblicke in ihre Richtung abschoss.

Anna, die offensichtlich die Situation retten wollte, baute Konservation auf und setzt sich zu Mikan aufs Bett.
„Geht es deinem Knöchel besser?“
Dabei inspizierte sie mit sorgendem Blick Mikans Fußgelenk, welches nun bandagiert war.

„Keine Sorge. Nur ne kleine Zerrung. Etwas… ist drauf geflogen, als ich am Freitag nachsitzen musste.“, lächelte sie unbekümmert. „Mir geht’s besser, gestern bin ich den ganzen Tag nicht gelaufen und hatte Kühlungen drüber. Das heilt in Null Komma Nichts!“

Anna lächelte zurück.
„Ach ja. Fast vergessen… Ich soll dir von Narumi- Sensei ausrichten, dass sie Lehrerkonferenzen noch überraschend etwas länger dauern, da sie unbedingt wollen, dass das diesjährige Kulturfestival bedeutend pompöser und beeindruckender gestalt wird!“

„Puh!“, seufzte Mikan, „Ich dachte schon Jinno würde spätestens 10 Minuten nach Unterrichtbeginn in mein Zimmer stürmen und fragen, warum ich nicht zum Unterricht erschienen bin.“
Erleichtert verlagerte Mikan ihr Gewicht auf die rechte Seite und nahm einen etwas genervten Gesichtausdruck an.
„Nachdem ich gestern die Treppe runter fiel, hat sich laut Krankenschwester meine Zerrung verschlimmert und sie hat mir verboten das Zimmer zu verlassen. Sie hat auch gleich dafür gesorgt, dass Natsume dafür sorgte, dass ich für den Rest des Tages das Bett hüte. Unglaublich, wie leicht er ihr gehorcht hat, fällt mir gerade ein. Aber jetzt seid ihr ja da.“, lächelte sie fröhlich und ihr Gesicht strahlte richtig, als hätte sie seit Jahren nichts Schöneres erlebt.

„Eh? Natsume?“, fragte Nonoko überrascht und Sumire bohrte ihre Augen verdächtig in Mikans Seite. Anna duckte sich angsterfüllt aus Sumires Bahn.

"Diese Nacht soll ein Rausch werden.
Die Gedanken sollen die deinen,
die Worte die meinen sein.
Meine Worte, so unschuldig,
werden himmlisch süß,
wie mit Honig getränkt sein."

„Ehehehe…“, lächelte Mikan nervös.
„A… Als ich gestern… na ja… runter fiel, da hat Natsume abends dann die Krankenschwester geholt, als mein Fuß verdächtig anschwoll. Er sagte… ach egal. Und seit dem sitze ich hier fest, da er mich nicht gehen lassen will.“

Sumire ließ langsam ihre Arme zur Seite fallen und schaute etwas entgeistert zu Mikan aufs Bett, wo Anna gerade angestrengt versuchte das Thema zu wechseln.
„Er war hier drin? Natsume- kun… lässt dich hier nicht raus?“, fragte sie leise und wohl eher zu sich selbst. Ihr Gehirn schien diese natsume- unartige Art nur langsam zu verarbeiten.

Mikan spürte, wie Nonokos Blick langsam zu ihr wanderte und mit versteckter Sehnsucht ihre Antwort abwartete.

„Natsume… Er hat mich hier hergebracht, nachdem ich gefallen bin. Er war ja eigentlich auch Schuld. Ja! Das war seine Schuld! Aber er… schaut ab und zu mal rein und macht ein, zwei hämische Bemerkungen… er ermahnt mich nicht wegzugehen und… leistet mir etwas Gesellschaft.“, murmelte Mikan und… verdammt, warum schoss ihr dabei das Blut in den Kopf?

Anna blickte zu Nonoko und Nonoko räusperte sich.
„Mikan- Chan? Wir haben da einige Gerüchte gehört… und na ja… wir wollten fragen, ob…“
„Sind sie wahr?“, fragte Anna.

Mikan wich langsam zurück. Genau davor hatte Natsume sie gewarnt.
“Sag die Wahrheit!“, meinte er. Den Teil mit dem Unglauben, überdachte sie jetzt einfach mal. Diese Mädchen wollten es wirklich wissen und als eines dieser Mädchen wusste sie, wie penetrant Wissensdurst und Neugierde sein konnte. Also, sollte sie ihnen wohl antworten. Nur, die Ruhe!

Doch zu einer Antwort kam sie nicht, denn vorher riss Sumires zarter Geduldfaden.
Aus heiterem Himmel packte sie Mikans Schultern und all die „unterdrückten“ Gefühle schienen auf einmal raus zu kommen… in einem gewaltigen Ausbruch.

„Du und Natsume- kun! Sag mir sofort, was da läuft! Das du es gewagt hast, ihn… ihn…“, schrie sie los.
„Locke… du…“, krächzte Mikan, die sich verzweifelt mit Nonokos Hilfe aus Sumires Todesgriff befreien konnte und schnell zur Tür humpelte.

„Sakura!!! Wie konntest du… wie konntest du nur Natsume- kun, um ein Date bitten?!! Wie konntest du ihn nur fragen, dein Freund zu werden?!! Wie…“, schrie Sumire weiter, aber Mikan stoppte sie , indem ihre eigenen Gefühle aus ihr herausströmten. Lauthals, ohne an die Konsequenzen zu denken.

„Ich ihn fragen?!!“, schrie sie.
„Er hat mich gefragt!!!“

„Er hat was?!?“, schrie Sumire.

"Komm! Sei bereit! Sei bereit noch heute!
Auf, lass uns gehen!
Ganz gleich, ob wir schwimmen oder untergehen,
wir müssen hinüber
Ganz gleich, ob wir schwimmen oder untergehen,
wir müssen hinüber."

Gerade wollte sie sie erneut diese Tatsache verleugnen, als Anna und Nonoko sie aufs Bett stießen und Anna mit weiten, glänzenden Augen Mikan fragte:
„Er hat dich gefragt, Mikan- Chan?“

Mit Aufregung in den Augen fragte Nonoko:
„Er hat dir seine Liebe gestanden? Sag schon?“

Wieder warf Anna ein:
„Was hast du gesagt? Hast du ihm deine gestanden?“

Worauf Nonoko:
„Hat er dich geküsst?“

Und gemeinsam:
„Sag schon, Mikan- Chan!!!“

Mikan wich weiter zurück gegen die Tür. Mit hochrotem Kopf stieß sie die Tür auf und rannte/ humpelte davon.
„Ihr seid doch alle verrückt geworden! Ich liebe Natsume doch gar nicht!“

Sie konnte noch hören, wie Sumire aufgeregt rief:
„Heißt das zu spielst nur mit ihm?!“
Und Anna Mikan aufgeregt nachrief:
„Mikan- Chan! Halt! Die Einzelheiten! Wir wollen die Einzelheiten!“

Mit Schmerz verzerrtem Gesicht humpelte Mikan den Gang entlang. Irgendwie hatte sie das Gefühl, dass diese Mädchen nur deswegen zu Besuch kamen, wegen der Wahrheit… na ja und den Einzelheiten.
In diesem Moment konnte sie sich nur noch an einen Ort trauen.

~~~

"Sind das die Wogen der Liebe,
die mein Herz umspülen?
Wer kann es mir nur erklären?
Wie kann es nur geschehen?"

„Natsume- San!“, fragte Mochu vorsichtig. „Irgendwelche Pläne?“
Mochu war glücklich.
Natsume ignorierte ihn nur halb. Das war ein gutes Zeichen. Offensichtlich hatte er gute Laune. Das musste man ausnutzen!
„Lehrerkonferenzen sind was Schönes. Kein Unterricht! Keine Uniformen! Erlaubnis nach Central Town zu gehen, damit sie uns los sind.“, träumte er weiter.

Natsume indes, lief weiter, ohne weiter zuzuhören.
Operation: „Schaff dir ne Freundin an, um den Fangirls zu entkommen“ war ein voller Erfolg.
Er bekam noch ab und zu Briefe, vielleicht auch Geschenke, sogar sprachen ihn noch einige Mädchen an, aber die Nachricht schien bei ihnen angekommen zu sein. Zwar sprachen sie mit ihm, aber keine ließ mehr als rein schulische Sachen oder ein höfliches „Guten Morgen!“ von sich.
Allem Anschein nach sind sie zu der Einsicht gekommen, ihn wenn dann, von der Ferne aus zu bewundern.

In Gedanken, hörte er nicht mal die Schritte, die halb schnell, halb… was auch immer, immer näher kamen. Plötzlich riss es ihn um und er stolperte einige Schritte nach hinten.

„Natsume!“, schrie eine schrille Stimme, völlig außer Atem.

Natsume erkannte diese Stimme sofort und sein Gesicht, welches gerade noch pure Verwirrung widerspiegelte, wechselte zu irritiertem Wut über.

„Pünktchen?! Was zum…?!“, doch zu mehr kam er nicht, denn genau in diesem Moment schlag sie ihre Arme um in und nahm im somit jegliche Luftzufuhr.

„Natsume! Sie… sie sind hinter mir her!“, rief sie aufgebracht und krallte sich an Natsumes Hemd. „Sie kommen! Sie kommen um mich abzuholen! Sie kommen ganz bestimmt! Hilf mir!“.
Den Blick dem sie ihm dabei zuwarf konnte nur eins bedeuten:
“Versprechen! Erinnerst du dich? Wenn nicht, dann erinnere ich mich an meins auch nicht mehr!“
Lange Jahre Freundschaft mit Hotaru Imai sind anscheinend nicht spurlos an ihr vorüber gegangen.

Natsume, den Blick nur halb ignorierend, versuchte inzwischen Mikan etwas weiter wegzudrücken, indem er mit sanfter Gewalt sie von sich weg schob, wobei sie sich nur fester an ihn krallte.

"Das Herz wird in Glut geraten.
Die Augen werden feucht.
Auf, lass uns gehen!"

„Sakura!“, schallte es durch die Gänge.

Mikan zuckte zusammen und Natsume blickte verwirrt auf, wo auf einmal Sumire Shouda, im Hund- Katzen- Alice- Modus, den Gang entlang stürmte. Etwas weiter hinten, völlig außer Atem und mit einem seltsamen Glanz in den Augen, als sie Mikan entdeckten, Umenomiya Anna und Ogasawara Nonoko.
Mit unglaublicher Geschwindigkeit bewegten sich diese drei Gestalten in Richtung Mikan, sodass Mochu erschrocken ein paar Schritte zurückwich und sich teils hinter Natsume versteckte.

Natsume konnte eins und in diesem Falle drei zusammenzählen.
Offensichtlich hatte Hotaru Imai eins begriffen: Eine Gruppe ist nur so stark, wie ihr schwächstes Glied- Mikan. Sei auszufragen und etwas aus ihr herauszuquetschen war wesentlich leichter, als sich mit ihm abzugeben.

~~~

Mikan war erleichtert.
Na ja, noch nicht ganz, allerdings wesentlich ruhiger als vorher. Ihr (Todes-) Griff an Natsume ließ ab, zu seiner Erleichterung, und sie trat von Natsume zurück, um es Mochu gleich zu tun. Sie rückte neben Mochu, hinter Natsumes linken Ellbogen und betrachtete ängstlich eine kochende Locke und zwei aneinanderklebende Technos.

Worin hatte Natsume sie da nur reingeritten?!

Es wäre jetzt nicht mal mehr überraschend, wenn der glänzende Fliesboden sich öffnen würde und die Flammen der Hölle ihre Fürstin mit der Dauerwelle abholen wollten. Ach was würde Mikan dafür geben, wenn sie ihren Herrn und Gebieter nicht gleich auch mitnehmen könnten?

„Natsume- Kun!“, rief Locke entrüstet aus.
Sie kam einige Schritte näher und ihre Monsterfratze wechselte zu etwas „unschuldigem“. Das Gesicht, das nur für nur Natsume und Luca reserviert war.

„Warum? Warum?! Du… nein, sie! Ach… ich krieg die Krise!!!“, sie plapperte weiter, aber Mikans Blick wandte sich zu Anna und Nonoko. Beide versuchten im Moment Locke aufzuhalten, die wieder in den Dämonenmodus wechselte und Mikan beschuldigte, beleidigte und Morddrohungen aussprach, die eindeutig in ihre Richtung gingen.

„Demnach braucht ihr einen Beweis.“, murmelte Natsume, aber alle konnten es hören. Sein Blick wurde dunkel, aber dennoch blitzend, stechend.

Sumire blinkte.

Mochu wurde zur Seite gestoßen und schaute verdattert drein.

Anna ließ Sumire los.

Nonoko klammerte sich an Anna.

Und Mikan… wurde am Arm gepackt und herumgewirbelt.

„Huh?“

Als sie später versuchte zu kapieren, was dort zu dieser Zeit geschah, konnte sie sich nur noch wage daran erinnern, wie Natsumes Gesicht immer näher kam. Wie es langsam immer wärmer wurde, bevor sich jener Weihnachtsabend wiederholte und Natsume sie küsste.

"Sind das die Wogen der Liebe,
die mein Herz umspülen?
Wer kann es mir nur erklären?
Wie kann es nur geschehen?
Das Herz wird in Glut geraten.
Die Augen werden feucht.
Auf, lass uns gehen!"

~~~
Part 07:
Repetitio - Wiederholung
Ende
-Fortsetzung folgt-
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Kapitel 8: Part 08: Dolor - Schmerz

Nosce te ipsum – Erkenne dich selbst


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By: bienenstich
Genre: Romance
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Für Coco,
eine großartige Freundin
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Part 08:
Dolor – Schmerz (Geburtswehen)
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“Von hellem Strahlen erfüllt…
…erfüllt sind deine Augen.
Sie sehen mich an und sagen: „Berühre mich nicht!““

„Nii- San! Das sieht sehr schmerzhaft aus! Vielleicht sollten wir doch zur Krankenschwester…“

Ein kühler Blick Natsumes und Youichi verstummte, wich zurück und setzte sich auf Natsumes Bett. Seine Augen musterten kritisch ein paar rote Kratzer auf Natsumes Wange und einen roten Abdruck an seiner Seite, etwas unterhalb seiner Rippen.

„Natsume- San…“, heulte Mochu und betrachtete wehmütig einige Kratzer auf Natsumes Wange.

„Was ist überhaupt passiert?“, fragte Luca aufgeregt und kniete neben Natsume, der sich auf dem Boden vor seinem Bett niedergelassen hatte und mit grimmigem Blick seine Bettdecke festkrallte.
„Natsume? Was ist passiert?“

Natsume wandte seinen Blick von Luca ab und nahm einen feuchten Lappen von Kokoroyomi an, um ihn gegen seine schmerzende Wange zu halten.
Vielleicht würde eine Narbe zurückbleiben, aber er hoffte nicht. Und sei es bloß damit Mochu diesen jämmerlichen Gesichtausdruck verlor. Aus irgendeinem Grund fühlte dieser Kerl sich für das was passierte verantwortlich…
„Ich war da gewesen… Ich hätte es verhindern sollen… Natsume- Sans perfekter Körper, sein makelloses Gesicht, seine wie aus Stein gemeißelten Wangenknoch-“
weiter kam er damals nicht, da ihm Natsume eine gescheuert hatte.
Hysterisch, weil er, Natsume, verletzt wurde…? Tss…

“Von zahllosen Träumen erfüllt…
…erfüllt sind deine Augen.“

„Ich versteh das Natsume.“, sagte Kokoroyomi und seine Augen waren sanft und hatten irgendwas Mitleidiges.
„Weißt du, dass ist etwas, womit wir Normalsterblichen irgendwann in Berührung kommen. Na ja… Ich hätte nie erwartet, dass du so was mal erlebst, aber… so wie’s aussieht ist selbst Natsume Hyuuga- Sama keine Ausnahme.“

„Was ist denn passiert?“, fragte Luca erneut und wandte seinen Kopf verwirrt zu Kokoroyomi, der Natsume eine Hand auf die Schulter legte, welche sogleich weg geschlagen wurde.

Kokoroyomi zog sofort seine Hand zurück, als hätte er gerade heißes Eisen angefasst.
„Na ja… Ich weiß nicht, wie es sagen soll… also im Volksmund-“.

Doch Youichi warf ein:
„Man nennt es eine Abfuhr.“

~~~

“Ich habe überall nach dir gesucht,
sowohl auf Erden wie auch im Himmel.
Ich gab die Hoffnung niemals auf,
dich von einer Wolke umhüllt zu finden.“

„Dieser, dieser…“ „…Gott?“

„Wie konnte er es wagen…“ „…loszulassen?“

„Er wagt es…“ …mir ein Stück vom Himmel zu zeigen und mich dann wieder schmerzhaft rauszureißen?“

„Natsume, du...“ “... VOLLIDIOT!!!“

Mikan riss geräuschvoll ihre Tür auf, knallte sie noch geräuschvoller zu, kickte ihre Schuhe in eine Ecke, warf sich aufs Bett und versuchte sich zu entspannen und ihre Nerven zu beruhigen.

Tief ein… und wieder ausatmen…

Natsumes Hand fuhr vorsichtigs, man möge schon fast zärtlich sagen, ihre Schläfe hinunter, vorbei an ihren Augen, über Wange und in Richtung Nacken…“

Mikan blickte mit hochrotem Kopf in den Spiegel… sie sah… krank aus.
Ihr Haar war zerzaust, die Augen verschleiert, der Mund rötlich und der Kragen ihrer Bluse unordentlich…

Seine andere Hand drückte ihre Taille näher an ihn.

„Verflucht seist du, Natsume Hyuuga! Du widerlicher Kotzbrocken hast es gewagt mir schon wieder so Nahe zu kommen.
Du hast es gewagt mir etwas ins Gedächtnis zu rufen, was ich vergessen wollte, all meine Chancen auf eine Heirat kann ich vergessen… Du… du… Jungfernschänder!“, heulte Mikan in ihre Kissen.

Mikans Knie gaben nach und Natsume zog sie noch näher an sich, damit sie nicht umfiel.

Vorsichtig betrachtete sie ihre Hand…

Ein klein bisschen. Gerade zu unwichtig. Nicht erwähnenswert, aber… Reue.

Eine Welle überspülte Mikans Verstand und legte jede einzelne Körperfunktion lahm. Mit Ausnahme des Fühlens… und, oh ja… sie fühlte.

Sie hatte Natsume geschlagen.

Und es hatte so verdammt gut getan.

“Ich habe überall nach dir gesucht,
sowohl auf Erden wie auch im Himmel.
Ich gab die Hoffnung niemals auf,
dich am Ufer eines Flusses zu finden.“

Sie schmolz. 100%ig. Sie schmolz wegen diesem… was? Was ist das überhaupt? Aber egal… zu viele Gedanken…Ist doch egal… Ob es nun ein Stück vom Paradies ist oder das herrlichste Stück Howalon, von dem sie jemals gekostet hatte. Sie schmolz einfach weiter… und weiter… und weiter… und versank in Natsumes Armen.

Genau in dem Moment, als Natsume von ihr abließ, sie wieder auf dem Boden der Tatsachen geholt hatte und jenen Spruch abließ…
“Der Look steht dir! Sehr sexy…“
… holte sie aus und kratze Natsumes Gesicht. Aber wäre das noch nicht schlimm genug gewesen, ballte sie ihre Fäuste und boxte Natsume gezielt in die Rippen.

Irgendwas, was Natsume in ihr während dieses Moments aufgebaut hatte, Ziegelstein für Ziegelstein, Zärtlichkeit auf Zärtlichkeit, zerstörte er durch diesen Kommentar wieder...
Etwas zersprang, als ihr schon fast fertiges Etwas aufgebaut war und sich in eine Ruine verwandelte.

Dann kam sie irgendwie hierher.
Sie wusste noch, dass Nonoko und Anna entsetzt auseinander sprangen, um ihr den Weg freizumachen und Locke mit sich schleppten. Sie hatte keine Zeit, um sich Lockes Gesicht anzusehen, was wahrscheinlich besser war, das sie das in jenem Moment nicht brauchen konnte…

Sie hörte noch ein eine erschrockenes „Natsume- San!“ und bog dann in einen anderen Gang.

~~~

“Von hellem Strahlen erfüllt…
…erfüllt sind deine Augen.
Sie sehen mich an und sagen: „Berühre mich nicht!“
Sie sehen mich an und sagen: „Berühre mich nicht!““

Er sah nicht wütend aus oder genervt... auch keine Mischung von beidem.

Auf seiner linken Wange klebte ein Pflaster, was in diesem makellosen Gesicht ganz einfach fehl am Platz war... und es war ihre Schuld.

Seine Augen blickten freundlich (?) und leicht lodernd zu ihr herunter.

Opfer Numero Uno auf seiner Tagesliste:
Sie.

Aber warum fing er dann nicht gleich an sie anzuzünden, auch wenn das dann Vertragsbruch wäre... bei dieser Natsume-schändung wäre das wohl das mindeste.

Dieser freundliche, weiche Ausdruck in seinen Augen, ließen ihn in einem völlig neuen Licht scheinen.

Sie spürte wie eine Hand an ihrem Rockzipfel zog und blickte überrascht in das ruhige Gesicht von Youiichi.

„Baka. Könnten wir kurz unter vier Augen reden?“

Ohne eine Antwort abzuwarten schob er sie von der Eingangstür des Klassenzimmers weg und Mikan beobachtet gerade noch, wie Natsume die Tür aufmachte und schlagartig der Lärm im Klassenzimmer verstummte.

~~~

“Ich ließ die Zeit still stehen,
um zu erfahren, wo du bist.
Ich suche dich an allen Flüssen,
bis zum Grund der Ozeane führte mich meine Reise.“

„Natsume-San...“, heulte Mochu und blickte wehmütig zu Natsume herüber, der sich stillschweigend auf seinen Platz gesetzt hat und sich auf sein Biologie Geschichte Buch zu konzentrieren schien.

„Wie geht es ihm?“, fragte Yuu und stoß zu Mochu, Kokoroyomi und Kitsuneme.
„Ich habe es heute morgen erfahren.“, erklärte er.

„So lala...“, antwortete Kitsuneme und blickte zu Kokoroyomi, der wahrscheinlich gerade versuchte mehr herauszufinden.

Er schaute etwas verdattert drein, lief dann zu Natsume und fragte dann:
„Ist es nicht etwas zu früh für sowas?“

Natsume blickte nach oben stütze sein Kinn auf seiner Hand ab und sagte:
„Man kann nie früh genug damit anfangen... Ich denke da an ein Mädchen und einen Jungen? Du?“
Er scherzte.

„Natsume. Du bist 17. Du solltest dir deine Söhne und Töchter noch nicht ausmalen.
Aber wenn du mich fragst... das hat schon was, aber nicht doch zuerst einen Sohn und dann eine Tochter? Aber ich könnte mir dich auch mit nur Töchtern vorstellen... obwohl ein Sohn sollte doch schon dabei sein...“, plapperte Kokoroyomi weiter und beugte sich grinsend über das Biologiebuch, wo einige Babyfotos zu sehen waren.

„Ich selbst will eine Tochter!“, verkündete er stolz.
„Ein Mädchen, dessen Gedanken ich dann von früher Kindheit, die Pubertät hindurch verfolgen kann. Wer weiß, vielleicht schreibe ich dann ein Buch... ich denke da an „Was Frauen wirklich wollen“.

„Uh-hu“, murmelte Natsume,
Amüsiert über jene Brüderlichkeit, die ihm ein anderer als Luca geben konnte.
Es... machte Spaß.

~~~

“Ich wandelte auf den Wellen,
und das Wasser umspülte mich.
Es berührte mich auf die gleiche Weise,
wie deine Hände meinen Körper berühren.“

„Nimm das!“, befahl Youichi und drückte Mikan einen kleinen Ring in die Hand, an der ein lavender farbenener, kleiner Stein befestigt war.

„You-Chan... Das ist doch nicht etwa ein...“, fragte Mikan und hielt den winzigen Ohrring gegen das Licht.
In den hellen Sonnenstrahlen, hatte der Stein seinen mysteriösen „Touch“ verloren und gewann einen völlig neuen lila- lichen Glanz.

„Ich bin noch nicht so gut, dass er normale Größe annehmen kann. Aber er müsste reichen, um einige kleine Geister zu beschwören.“, sagte er ernst und deutete damit auf den lavender- farbenen Stein.

Youichi atmete tief ein.
„Nii- San... hat einige Probleme... aber du musst dir keine Sorgen machen. Er schafft das! Ganz sicher! Aber... er hat keine Zeit sich mit anderen Problemen rumzuschlagen.“ und damit deutet er nun abfällig auf Mikan, die mit leicht beleidigter Miene die Arme senken ließ.

Sie blickte ihn leicht angesäuert an, wovon Youichi sich aber nicht beirren ließ.
„Baka... nein... Nee- San! Ich möchte, dass du ihn einsetzt, wenn du es für richtig hältst. Er ist äußerst praktisch, wenn du dich bedrängt fühlen solltest.“, erwiderte er und blickte etwas stolz auf sein Meisterwerk.
„Ich bin 9 Jahre alt... bald 10, aber... viel tun kann ich für Nii- San, der so viel für mich getan hat, nicht tun. Deshalb werde ich ihm helfen, wenigstens eine Last von ihm zu nehmen.
Die Last, auf dich aufzupassen!“

„You-Chan“, heulte Mikan und war im Begriff ihn zu Tode zu knuddeln. Youichi schlug ihre Hände weg und Mikan schmollte.

„Ich werde nicht vollkommen auf dich aufpassen können. Das überschreitet meinen Horizont. Aber ein kleiner Teil wird schon gehen, wenn ich mich anstrenge!“, sagte er und lächelte hinterhältig.

„You-Chan...“

„Pass auf. Es wird nun besonders gefährlich für dich. Nun, wo Nii- San das wichtigste realisiert hat.“,murmelte er und sein Blick wurde sanft,als er zu Mikan schaute, die ihr neustes Schmuckstück an ihrem Ohr befestigte und fröhlich lächelte.


~~~

Natsume ließ seinen Blick wieder seinem Biologie Buch gleiten, wo Kokoroyomi und Luca heftig debattierten, ob Lucas zukünftige Tochter eine blonde Schönheit mit mysteriösen vieletten Augen werde, oder ob er doch kinderlos in die Berge zu seinen Tieren zog.

Natsume blätterte um und versuchte mit dieser einen Seite sich Luft zuzuwedeln.
Ihm... war heiß.
Nicht äußerlich, sondern von innen.

Er hörte, wie die Tür aufging und wie Mikan langsamen Schrittes zu ihrem Platz neben ihm zusteuerte.

Er wusste, dass es sie war.
Wahrscheinlich am leicht humpelndem Gang.
Aus irgendeinem unerfindlichem Grund, fing das Blut in seinen Ohren an zu pulsieren und ihm wurde heißer... noch viel heißer.

Natsume war nicht dumm.
Er wusste es.
Er wusste es ganz genau, als Mikan sich neben ihm niederließ, ihren Zopf in den Nacken war und ihren Kopf langsam verzweifelt senkte, als sie bemerkte, dass sie gleich Mathe haben werden.

Das Herz, von dem er gedacht hatte, es wäre das schon längst erfroren, pulsierte heftig.
Sein Gehirn, von dem er eigentlich immer gedacht hatte, dass es völlig in Ordnung war, schien es, wortwörtlich, mit einem Schlag realisiert zu haben.

Er wusste, was das bedeutete.
Nun wusste es alles an ihm.

Er war tatsächlich in...

Natsume stöhnte.
Shit.

“Von hellem Strahlen erfüllt…
…erfüllt sind deine Augen.
Sie sehen mich an und sagen: „Berühre mich nicht!““

~~~
Part 08:
Dolor - Schmerz
Ende
-Fortsetzung folgt-
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