bienenstich ([info]bienenstich) wrote,
@ 2007-11-30 21:09:00
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.:Nosce te ipsum:. PART 2-3-4
Title: Nosce te ipsum- Erkenne dich selbst
Author: bienenstich
Fandom: Gakuen Alice
Rating: T
A/N: Happy Birthday, Coco!



Kapitel 2: Part 02: Reverentia - Ehrfurcht

Nosce te ipsum – Erkenne dich selbst


~~~
By: bienenstich
tio - Wiederholung
EndeGenre: Romance
~~~

~~~
Für Coco,
eine großartige Freundin
~~~~


~~~
Part 02:
Reverentia - Ehrfurcht
~~~


„Die Sonne ging auf,
der Schnee taute,
ein Sturm kam auf,
es kam ein Schrei aus dem Herzen,
aus dem Herzen,
aus dem Herzen.“

„Da ist sie!“
„Wo?“
„Wie kann sie es wagen?!“
„Ich dreh ihr die Gurgel um!“
„Warte!“
„Lasst mich los!“
„Aber… Wir dürfen sie nicht anrühren!“
„Ich bring sie um!“
„Willst du sterben?“
„Wenn wir sie anrühren, dann… dann… uahhh!“
„Wie konnte sie nur wagen… ihn… ihn…“
„Sprich es aus und…“
„Das ist das letzte was du dann gesagt hast.“
„Sprich es nicht aus! Es könnte wahr werden!“
„Es ist bereits wahr… warst du gestern nicht dabei?“
„Ich hab’s gesehen…“
„Wir können es doch nicht dabei belassen!“
„Ich hab gehört, es war Natsumes Entscheidung…“
„Eh? Du meinst, sie hat gar nichts damit zu tun? Das glaub ich nicht!“

"Von ganzem Herzen
Von ganzem Herzen
Von ganzem Herzen
Von ganzem Herzen
Von ganzem Herzen“

Unbehangen, das war es, was Mikan fühlte, als sie durch die lange Hauptstraße von Central Town humpelte. Links und rechts konnte sie Schülerinnen und Schüler hören, wie sie sich über sie unterhielten, sich nach ihr umdrehten und böse Blicke zuwarfen.

Es wäre eigentlich kein schlechter Tag gewesen.
Der Himmel war wolkenlos und die Sonne schien heiter. Es war nicht allzu heiß, da der Wind kühle Luft aus dem Norden her wehte.
Ein perfekter Bilderbuchtag, an dem Mikan liebend gern mit Hotaru und Yuu zum einkaufen gegangen wäre.
Dummerweise hatte Mikan zugesagt. Zugesagt zu diesem blöden Vertrag, den sie hätte nie eingehen sollen- Natsumes Angebot.
Mikans Gesichtsausdruck verdunkelte sich noch mehr. Hätte sie es allerdings nicht getan, hätte sie wahrscheinlich letzt Nacht unter einem Stuhl verbracht und sie bevorzugte eindeutig ihr warmes, weiches Bett.

Sie lief schneller. Ihr war schlecht.
Alle gafften sie an, als wäre sie ein seltenes Tier im Zoo. Womit sie wahrscheinlich auch gar nicht so Unrecht hatten.
Mikan kam es so vor, als hätte man sie in ein enges Zimmer eingesperrt, wo der Sauerstoff Stück für Stück immer knapper wurde. Litt sie an Klaustrophobie?
Mikan seufzte und wurde wieder wütend, genau wie gestern Abend. Das war alles Natsumes Schuld. Seine ganz alleine.

Ganz alleine durch ihn, wurde sie unwillkürlich zur „ungewollten First Lady“ der ganzen Schule!

“Ein Herz ist schließlich
ein Herz, ein süßer Schmerz“

~~~

„Und was für ein Angebot ist das?“

Natsume grinste noch mehr, was ihn für Mikan noch unheimlicher machte.
„Keine Sorge… ich werde dir soviel Respekt verschaffen, wie du ihn noch nie gehabt hast…“

„Das ist ja nicht schwer! Ich wurde von niemanden so richtig respektiert!“, knurrt Mikan und versuchte erneut sich aufzurichten.

„Vergiss es… es ist sinnlos!“, murmelte Natsume und starrte sie weiter an.
„Schau dir deinen Fuß an! Du könntest zwar irgendwann von diesem Stuhl loskommen, aber aufrichten kannst du dich damit nicht!“

Mikan zuckte zusammen. Sie hatte ihren rechten Fuß gegen den Tisch gehauen und bemerkte nun endlich, dass dieser verdächtig angeschwollen war.
War ihre einzige Chance so schnell wie möglich hier weg zu kommen wirklich auf Natsumes Angebot einzugehen? Sie sträubte sich mit jeder Zelle in ihrem Körper dagegen, aber es half nichts.
Mikan schaute zu Natsume.
„Und?“

„Bald…“, sagte er, „wird wieder das Kulturfest stattfinden. Du erinnerst dich doch sicherlich an dein Sklavendasein in der Grundschule, oder?“

Wie könnte Mikan das nur vergessen?
Eine Woche Sklave von diesem Dämon vor ihr zu sein. Eine der schrecklichsten Wochen ihres Lebens voller Erniedrigungen und Peinlichkeiten. Etwas, woran sie sich nur äußerst ungern erinnerte.
Zögern nickte sie.

„Ich will, dass du wieder mein Sklave wirst,…“

Mikans Gesicht wurde schneeweiß.
Nie.

„…allerdings anders, als in der Grundschule.“, beendete er seinen Satz.

„Nie!“, schrie Mikan aus.
„Nie! Nie! Niemals wieder!“
Wie verrückt versuchte sie sich aufzurichten.

Natsume hielt sie an ihren Schultern fest und versuchte sie zu beruhigen. Geschickt wich er ihrem linken Fuß aus.

„Hör mir doch mal zu!“, rief er und drückte ihren Fuß wieder zu Boden.
„Als Sklave bekommst du ja keinen Respekt, also… ist es gar kein richtiges Sklavendasein!“

Mikan stoppte und riss ihren Fuß von Natsume los.
Kein richtiges Sklavendasein?
Sie blickte ihn an und deutete ihm damit an, dass sie zuhören würde.

„Werde meine Freundin!“, war alles was er todernst sagte.

“Geliebte, o Geliebte,
Geliebte, o Geliebte,
Geliebte, o Geliebte,
du bist mein Leben.
du bist mein Leben.
du bist mein Leben.“

Einen Moment lang starrte sie ihn an.
Hatte sie sich gerade verhört? Natürlich! Natürlich, was denn sonst? Was legte sich ihr Hirn da gerade nur wieder zu Recht? Alles so, wie es es sich wünschte. Moment mal? Sie wünschte sich das?
Schnell verwarf sie diesen Gedanken und sprach halb lachend: „Wie bitte?“

„Ich sagte: Werde meine Freundin!“

“Von ganzem Herzen“

Diesmal war es unverkennbar.
Natsume hatte sie gerade gefragt, ob sie seine Freundin werden würde.
Mikan kicherte.
Das Kichern wurde zu einem Lachen und immer lauter.

Natsume entschied sich in diesem Moment, darüber hinwegzusehen, dass sein Stolz gerade zutiefst verletzt wurde, indem sie auf eine solche Frage eine solche Antwort gab.

„Kulturfest bedeutet automatisch, dass es einen Tanzabend am Ende des Festes geben wird. Um gleich auf den springenden Punkt zu kommen: Letztes Jahr war die Hölle! Selbst wenn Luca es noch nicht bemerkt hat, alle Mädchen hatten begriffen, dass sein Herz bereits vergeben war… an eine Person, von der ich das nicht gedacht hätte, aber egal… urplötzlich bekam ich seinen Teil an Fangirls zugeschrieben. Somit war die fast gesamte weibliche Schülerschaft hinter mir her. Eine Erfahrung, die ich nicht noch mal machen möchte.
Durch einen glücklichen Zufall, der mich leider ne’ Menge Geld gekostet hat,…“, bei diesen Worten verzog sich Natsumes Gesicht und Mikan, die nun aufgehört hatte zu lachen und gespannt zuhörte, musste in diesem Moment an Hotarus glückliches Gesicht denken, das sie beim letzten Kulturfest getragen hatte.
„… konnte ich entkommen. Dieser kleine Trick wird dieses Jahr leider nicht funktionieren. Allerdings gibt es da etwas, was mich retten könnte.“, beendete Natsume den Satz.

„Und das ist eine Freundin?“, fragte Mikan kritisch.

Natsume nickte.
„Mit einer Freundin bin ich sozusagen schon ausgebucht. Bereits vergeben. Wie auch immer. Und? Gehst du darauf ein?“

“Zwei Blätter verließen
im Herbst ihren Baum
und fielen von den Zweigen
herunter.“

„Ich verstehe immer noch nicht, wie mir das Respekt bringen könnte.“

Natsume seufzte.
Dieses Mädchen war wirklich eine Nummer für sich. Wie kann man nur so ein Idiot sein? Hoffentlich machte er mit dieser Entscheidung keinen Fehler.
Dachte er allerdings an das letzte Kulturfest zurück, liefen ihm kalte Schauer über den Rücken. Seit einem Jahr dachte er nach einer Lösung nach.
Warum mussten diese Mädchen auch an diesem blöden und nervigen Kulturfest so penetrant werden. Das Kulturfest wurde wirklich nur noch von dem Valentinstag übertroffen, aber der Valentinstag war nur ein Tag lang, das Kulturfest erstreckte sich ja leider über Wochen.
Aber war es wirklich die richtige Entscheidung, diese Matschbirne von Mikan als Freundin anzuheuern? Na ja… er brauchte jemand, der nicht nach ihm verrückt war. Sie war verrückt, aber, Gott sie Dank, nicht nach ihm.
War das gerade Enttäuschung in seinen Gedanken?
Andere konnte er nicht fragen. Die anderen würden bloß auf dumme Gedanken kommen. Sie könnten sich etwas darauf einbilden. Er könnte sie damit verletzten.
Die Anderen wussten, was für eine „Macht“ er ihnen damit geben würde.

„Was denkst du, wie der Name „Natsume Hyuuga“ hier respektiert wird?“, fragte Natsume und blickte Mikan wieder in die Augen.

Mikan erinnerte sich an ihre gesamte Schulzeit in der Academy. Irgendwie kuschten hier alle vor ihm. Na ja… der größte Teil aus Angst, aber sicher auch einige aus Respekt.
Sie erinnerte sich ebenfalls, wie Tsubasa- Senpai eines Tages davon sprach, dass, wenn man in dem Oberstufenbereich von „Natsume Hyuuga“ sprach, jeder wusste, um wen es ging.
Auch, wenn man ihren Namen damals hörte, wusste man zwar, dass sie das „Sternenlose Wunder“ war, aber des Öfteren war sie dann nur „Natsumes Partner“.

“Die Jahreszeiten
kamen und gingen,
die beiden Blätter sehnten sich
nach Wiedergeburt.
Viele Jahre vergingen.“

„Versetzen wir uns mal in eine Traumwelt und nehmen an, ich hätte ja gesagt. Ich würde durch deinen Namen, als deine Freundin respektiert werden?“, fragte Mikan und versuchte mal wieder sich von alleine zu befreien.

„Auch ein blindes Huhn findet manchmal einen Korn- Genau!“, sagte Natsume und half Mikan bei der Befreiung ihres linken Arms, als Beweis dafür, dass er sie Wahrheit sagte.
„Sagen wir es so, ich werde dafür sorgen, dass sich fast niemand mehr über dich lustig macht, außer mir selbst oder Imai. In meiner Nähe, in der du dich damit fast immer aufhalten darfst… dieses Opfer muss ich wohl in Kauf nehmen… wird dich keiner verspotten, das verspreche ich… Wohl oder Übel…“

Mikan legte ihre Stirn in Falten.
Warum bekam sie den Song „Little Lies“ nur nicht mehr aus dem Kopf?

“Diese Blätter, unsere Herzen.
Diese Blätter, unsere Herzen.“

„Und machst du mit?“, fragte er erneut.
Tell me lies…

„Wirst du meine „Schein“- Freundin werden?“
Tell me sweet little lies…

Mikan seufzte.
„Hol mich schon hier raus…“
Tell me lies…

~~~

“Wenn Herz, dann Schmerz,
wenn Schmerz, dann Herz.“

Das war ja noch alles schön und gut…
Sie hatte zwar zugestimmt, aber da hatte sie auch noch nicht gewusst, wie Natsume und ihre gesamte Umwelt darauf reagieren würde.

Die gesamte Schülerschaft der Academy schaute sie seit heute Morgen komisch an.
Die Mädchen beneideten sie. Das war klar. Die meisten hätten ihr wahrscheinlich die Augen ausgerissen, aber Natsume hatte Recht behalten: Keine legte Hand an sie an.

Was ihr allerdings weit aus mehr Sorge bereitete, waren die männlichen Schüler. Um genau zu sein, schauten sie sie mit wachsendem Interesse an. Nach dem Motto: „Was Natsume hat, kann ja nicht anders als „unglaublich“ sein.“.
Aber auch vor ihrer wachsenden Fangemeinde schützte sie ihr Dasein als „Natsumes Freundin“.

~~~

“Die Jahreszeiten
kamen und gingen,
die Herzen hatten Sehnsucht …
die Herzen hatten Sehnsucht.“

„Natsume! Lass mich runter!“, schrie Mikan und zappelte wie wild auf Natsumes Rücken.

„Halt still!“, rief Natsume und versuchte verzweifelt Mikan auf seinem Rücken zu beruhigen.
„Schon vergessen? Ich bin jetzt dein… Freund (Wohl oder Übel) und um die die anderen davon zu überzeugen muss ich wenigstens ein bisschen „nett“ zu dir sein. Oder würde ein „Freund“ seine „Freundin“ unter Stühlen liegen lassen und es dann noch verantworten, dass sie mit einem umgeknickten Fußgelenk rum läuft?“

Mikan verstummte…
Gegen diese Argumentation konnte sie nicht ankommen.
Aber irgendwo tief drinnen freute sie es auch, dass man sich gerade so fürsorglich um sie kümmerte. Es war genau so, wie alle es sagten, da wir einem ganz warm ums Herz. Allerdings nicht nur ums Herz. Es schien so, als ob ihr ganzer Körper sich seltsam warm anfühlte. Speziell ihr Gesicht stand in Flammen.

“Von ganzem Herzen
Von ganzem Herzen
Von ganzem Herzen
Von ganzem Herzen
Von ganzem Herzen“

Es schien eine sehr lange Zeit zu vergehen und komischerweise begegneten sie keinem, wofür beide innerlich sehr dankbar waren.
Sie kamen Recht gut voran, und erreichten sogar Mikans Zimmer.

Und so kam es, wie es kommen musste: Sie wurden von einer Gruppe Oberstufenschüler überrascht. Wer mehr überrascht war, war in diesem Moment nicht einzuschätzen.
Ein Mädchen ließ ihre rote Handtasche fallen und starrte abwechselnd in Mikans und Natsumes Gesicht. Ein Junge bekam so große Augen, dass man befürchtete, sie würden ihm ausfallen.
Ein anderes Mädchen, das sich an ihre beste Freundin klammerte, vergaß für einen kurzen Moment zu atmen und ein anderer Junge, der sich anscheinend sehr schnell wieder gefasst hatte, sprach für den Rest der bunt zusammen gewürfelten Truppe:

„G…Guten A…Abend Natsume- San! Äh… Wir wollten nicht stören… äh… wir vergessen wohl besser, was wir gesehen haben… nicht das es was Schlimmes wäre… nur… versteht das bitte nicht falsch… nun ja… ich bin überrascht… sagt doch auch mal was!“, sagte der Junge mit hochrotem Kopf und stupste ein Mädchen an, das sich an seinen Arm festhielt, aber kein Wort raus brachte.

“Ein Herz ist schließlich
ein Herz, ein süßer Schmerz,“

Natsume, der sich sehr schnell fing und auch keine Mine verzog, beäugte jeden einzelnen der Gruppe sehr genau, was alle gemeinsam zusammen zucken ließ.
Dann tat er es schon wieder: Er lächelte.
„Wozu denn vergessen?“, sprach er zuckersüß und allen, eingeschlossen Mikan, fuhr es eiskalt den Rücken runter.

“Geliebte, o Geliebte,
Geliebte, o Geliebte,
Geliebte, o Geliebte,
du bist mein Leben.
du bist mein Leben.
du bist mein Leben.“

Während der Junge weiterstotterte und sich verzweifelt nach seinen Kumpanen umschaute, stellte Natsume Mikan vor ihrer Tür ab und öffnete sie für sie.
Mikan, die nicht wusste, was sie tun soll, schaute etwas blöde zu Natsume, der immer noch die Anderen anschaute.

Dann drehte er sich zu ihr.
„Morgen um 11 Uhr beim Brunnen in Central Town, wie abgemacht.“
Verwirrt blickte sie in Natsumes Gesicht und fragte: „Morgen?“
Natsume kicherte.
Alles wurde immer merkwürdiger. Hatte Natsume getrunken? Nein. Nicht mal in einem Rausch würde sich ein Natsume so verhalten.
„Oh Mikan… wie vergesslich du bist. Morgen ist doch unser DATE!“, sprach er ungewöhnlich weich und betonte ganz besonders das Wort „Date“ mit solcher Lautstärke, das die Salzsäulen am andern Ende des Ganges jetzt auch noch blass vor Schreck wurden. Von Mikan ganz zu schweigen.

“Von ganzem Herzen“

„D… D… D… Date?“, stotterte sie und wechselte von weiß zu purpurrot.
Natsume lächelte… schon wieder?
Versuchte er seinen Rekord zu überbieten?
Doch dann tat er etwas, was er selbst von sich nicht gedacht hatte.
Er beugte sich zu Mikan und gab ihr in sekundenschnelle einen Kuss auf die Wange.
„Ich warte auf dich!“, hauchte er leise, aber immer noch so, dass es die Statuen mitbekamen.
Dieses schon fast verführerische Wispern, verursachte ein Kribbeln in Mikan, das immer schlimmer wurde und ihr plötzlich schrecklich schwindlig wurde.

“Auch wenn Ketten und
Stacheldraht uns fesseln,
steinige Mauern …
Die Sehnsucht bleibt.“

Mit sanfter Gewalt drückte er Mikan durch die Tür, wisperte ein „Gute Nacht!“ und schloss die Tür von außen.
Kurz verharrte er so.
Dann dreht er sich wieder um und blickte in die Gesichter der restlichen Anwesenden.
Er grinste wieder. Diesmal hatte es allerdings nichts Freundliches an sich, sondern bestand aus purem Spott und Hohn.
Dann machte er kehrt und lief in die Richtung seines Zimmers ohne die Salzsäulen zu weiter zu beachten.

Völlig perplex standen sie noch einige lange Momente so da.
Dann sahen sie sich gegenseitig an und fragten sich, ob das, was sie gerade da gesehen hatte, wirklich passiert ist.

Innerhalb einer halben Stunde, hatte das Gerücht, dass Natsume Hyuuga und Mikan Sakura ein gemeinsames Date hatten, die Runde gemacht.

“Pflanzen wachsen,
Blumen blühen,
die Liebe besteht immer fort.“

~~~

Mikan schaute auf die Uhr.
Noch 5 Minuten, dann war es elf Uhr. Die Stunde der Wahrheit.

“Liebende finden einander,
dank der Anziehung der Herzen …
dank der Anziehung der Herzen …“

Sie erinnerte sich noch genau, wie gestern Abend Hotaru ihre Zimmertür fast eingetreten hatte und geschockt nur einen Satz raus brachte: „Ist das wahr?“

Ihr wurde etwas mulmig, bei der Tatsache, dass sie Natsume auch versprechen musste, selbst Hotaru nichts von ihrem Deal zu erzählen.
Gewissensbisse können ja so schön sein. Ihnen gab sie auch diese Schuld an ihren enormen Magenschmerzen und der riesigen Aufregung.
Was anderes kann das ja auch nicht sein. Oder?
Mikan verfluchte ihr Gehirn dafür, auch nur eine Minisekunde daran zu zweifeln.

Ohne, dass es Mikan bemerkte, schlug die Turmuhr in der Nähe des Brunnens 11 Uhr.

“Herzschmerz entsteht
und vergeht
wie Blasen auf dem Wasser.“

Plötzlich spürte Mikan etwas Warmes von enormem Gewicht auf ihrem Rücken.
Natsume umarmte sie von hinten und drückte sie mit seinem Gewicht etwas nach vorne.
„Buh!“, wisperte er ihr ins Ohr und diese komische Aufregung in Mikans Magen wurde wieder größer.
Dieser ganze blöde Körper sollte mitsamt Hirn sofort auf den Sondermüll kommen oder wenigstens einem gründlichem Check-up durchlaufen.

Da war er.
Natsume Hyuuga.
Dieser arrogante, übermütig freche und übertrieben stolze Kerl, der sich für was Besseres hielt und keine Befehle entgegen nahm.
Ja, genau… ihr Freund…

“Von ganzem Herzen
Von ganzem Herzen
Von ganzem Herzen“

~~~
Part 02:
Reverentia - Ehrfurcht
Ende
-Fortsetzung folgt-
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Kapitel 3: Part 03: Oblectamentum - Spielzeug

Nosce te ipsum – Erkenne dich selbst


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By: bienenstich
Genre: Romance
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Für Coco,
eine großartige Freundin
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~~~
Part 03:
Oblectamentum - Spielzeug
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“O Liebste, schau her,
alle Distanz zählt nicht mehr.
Ich bin da.
Ich bin da.
Ich bin da…“

Langsam bahnte sich Luca seinen Weg durch die Gassen von Central Town. Immer stets darauf bedacht nicht allzu sehr aufzufallen. Das sagt sich leicht, wenn man dabei von einer Herde Tauben verfolgt wurde, die einfach nicht von ihm lassen konnten.
Oh, wie er sich dafür hasste.
Er hasste sich dafür, nicht nein sagen zu können.
Er hasste sich dafür, zu ihr nicht nein sagen zu können.

“O Liebste, schau her,
alle Distanz zählt nicht mehr.
Ich bin da.
Ich bin da.
Ich bin da…“

~~~

„Langweilig!“, sprach Hotaru halb gähnend und widmete sich wieder ihrem Tee.
„Hotaru- Chan!“, seufzte Yuu und blickte über den Tisch zu der Schwarzhaarigen, die gelangweilt in ihre Tasse Tee starrte und ihr dabei zuschaute, wie sie bei jeder kleinsten Erschütterung des Tisches, kleine Wellen schlug. Wie als ob sie darauf wartete, dass etwas oder jemand dem Tisch eine solche Erschütterung zuzufügen werde, dass die Wellen über die Ränder der Tasse schlugen und sie endlich einen Grund hatte, eine andere Emotion zu fühlen, außer totale Langeweile.

„Hast du schon gehört…?“, rief ein Mädchen, dass gerade das Cafe hereingestürmt kam und sich sofort mit ihrer Freundin in einer Ecke verkrümelte.

Kokoroyomi hörte auf in seinem Erdbeerkuchen herumzustochern und blickte zu den beiden Mädchen, von denen eines gerade bleich wurde und ein erschrockenes „Was?!“ von sich gab.
Auch Luca blickte flüchtig in ihre Richtung und hörte auf durch das Fenster die vorbeigehenden Passanten zu beobachten.
Gerade als er sich wieder den Besuchern von Central Town widmen wollte, bemerkte er Kokoroyomi, der genau wie das eine Mädchen bleich wurde und dessen Mund plötzlich aufklappte. Allerdings brachte er kein Wort raus, sondern öffnete und schloss seinen Mund wieder, wie ein Fisch ohne Wasser, der versuchte zu „atmen“, und starrte weiterhin die beiden Mädchen an, von denen eines den Tränen nahe war.

„Irgendwas Interessantes?“, fragte Luca und blickte zu Kokoroyomi, der inzwischen wieder zu atmen anfing.
„J- Ja… wenn ich es recht bedenke… sehr… interessant…für mich… nun mal… auf jeden Fall… interessant… ich weiß nicht,… wie ihr denkt, aber… doch… interessant… und… sehr verwirrend… wirklich… ja…“, stotterte er und auch Hotaru blickte endlich hoch von ihrer Tasse Tee.
„Spuck’s aus!“, meinte sie kalt und auch Yuu blickte zu Kokoroyomi.
„Es geht um… Mikan… wenn mich mein Alice nicht irrt.“, sagte er ihnen.
„Ach… wenn’s das nur ist…“, sprach Hotaru und widmete sich wieder ihrer Tasse.
Luca nahm einen Schluck Tee und Yuu kramte nach etwas in seiner Jacke.

“O Liebste, schau her,
alle Distanz zählt nicht mehr.
Ich bin da.
Ich bin da.
Ich bin da…“

„Sie hat jetzt einen Freund!“, sagte er knapp und starrte weiterhin zu den beiden Mädchen in der Ecke.
Hotaru stieß mit ihrem Fuß gegen den Tisch, sodass ihr Tee überschwappte und ein bisschen Tee über den Tisch verstreut wurde. Luca prustet seinen Schluck Tee aus und überraschte damit einen völlig überrumpelten Yuu, der gerade geistesabwesend mit einem Taschentuch über den Tisch fuhr, um Hotarus Tee zu beseitigen, bevor er über den Rand des Tisches lief.

„Huh?“, fragte Yuu und unterbrach die Stille.
„So wie es aussieht, noch gar nicht lange…“, sagte Kokoroyomi.

„Aua!“, schrie Yuu auf und fuhr mit seiner, nun verbrühten, Hand zurück.
Hotaru war überraschend aufgestanden und ihr Stuhl knallte gegen den Tisch, sodass ihre Tasse umkippte und sich ihr heißer Tee über den ganzen Tisch ergoss.
Langsam und bedächtig schritt sie auf Kokoroyomi zu, der nun endlich seinen Blick von den Mädchen in der Ecke losreißen konnte und überrascht zu Hotaru schaute.

Halb zitternd blickte er in Hotarus Augen. Würde man in diesem Moment sagen, ihre Augen wären wie Eis, wäre das die Untertreibung des Jahres. Wie glühende Blitze aus Eis schossen ihre Blicke auf Kokoroyomi ein, der erschrocken von Stuhl rutschte und unter den Tisch floh.
„Kokoroyomi!“, rief sie und schlug seinen Stuhl zur Seite um unter den Tisch zu kommen.

“Ungeachtet aller Grenzen,
aller Zwänge, die uns beschränken,
Ich bin da.
Ich bin da.
Ich bin da…“

Kokoroyomi huschte aus seinem Versteck und klammerte sich an Yuu, der immer noch mitleidig seine Hand betrachtete.
„Ich stehe voll hinter dir!“, rief er und versuchte Hotarus Blicken auszuweichen.
„Warum beruhigt mich das nur nicht?“, sagte Yuu und blickte sich Hilfe suchend nach Luca um.

Luca war nun auch aufgestanden und versuchte Hotaru zu beruhigen, was allerdings nicht mehr sonderlich nötig war, da Hotaru nach ihrer Jacke und ihrer Tasche griff und in Richtung Cafetür lief.
Als sie den Griff der Türe festhielt, dreht sie sich plötzlich noch einmal um.
„Kokoroyomi…“, sagte sie wieder und blickte ihn an.

Kokoroyomi, der anscheinend ihre Gedanken gelesen hatte, kam hinter Yuu hervor und nickte zustimmend.

“Ich bin das Geheimnis,
das zu verbergen dir nicht gelingt.“

„Natsume.“, sagte er.

Luca drehte sich von Hotaru zu Kokoroyomi um und schaute mit einem undefinierbaren Blick zu Kokoroyomi. Yuu schluckte einmal kräftig und wurde ebenfalls bleich.

Hotaru öffnete die Tür.
„Ich muss noch eine Kleinigkeit erledigen. Ich erwarte euch in einer halben Stunde in meinem Labor.“, sagte sie und verließ das Cafe.
In dem Moment, als sie die Tür hinter sich schloss, zerbrach die Scheibe der Glastür und fiel als lauter kleine Splitter zu Boden, sodass sich das ganze Cafe plötzlich umsah.

„Wir leben noch!“, lächelte Kokoroyomi.

Luca seufzte: „Fragt sich für wie lange…“

~~~

Luca blickte in den Himmel.
Eine kleine Schwalbe flog in Richtung Brunnen.
„Da lang…“, murmelte er und folgte ihr.

~~~

“Ich bin die Berührung,
die du niemals wieder vergisst.“

Mikan seufzte.
„Ich hasse dich.“, sagte sie und kickte einen kleinen Stein in Richtung andere Straßenseite. Zuckte aber sofort zusammen, da ihr rechter Fuß immer noch von gestern Abend schmerzte und der Grund war, weshalb sie immer noch in der gegen rum humpelte.
„Sag so was nicht, Pünktchen!“, sagte Natsume und ließ sich auf einer Bank nieder und deutete Mikan darauf hin, sich neben ihn zu setzten.
„Nenn mich nicht Pünktchen!“, giftete sie zurück und setzte sich ihm gegenüber auf eine andere Bank um ihn zu provozieren.
Natsume seufzte. Erhob sich wieder und setzte sich auf die andere Bank zu Mikan.
„Eine Beziehung… sollte man langsam angehen…“, sagte er und lächelte höhnisch.
Mikan lachte kurz auf.
„Beziehung?“, spottete sie und rückte einige Zentimeter weiter weg von Natsume.
„Ja…“, flüsterte Natsume, „eine Beziehung. Zu deinem eigenen Wohl solltest du endlich die Tatsache anerkennen, dass du „Ja“ zu meinem Angebot gesagt hast.“
Natsume rückte einige Stücke näher zu Mikan, worauf diese genervt einige Stücke weiter weg rutschte. Alles in allem, war es ein komischer Anblick und beide konnten sich glücklich schätzen, dass im Moment niemand durch diesen Teil des Parks lief, sonst wäre das wohl etwas peinlich geworden.
„Gehen wir jetzt endlich wieder in die Stadt?“, fragte Natsume, „oder hast du dich noch nicht erholt. Vor allen Leuten einfach los zu schreien…“
Natsume schüttelte den Kopf.
„Um das ganze hier real wirken zu lassen, müssen wir uns hin und wieder gemeinsam in der Öffentlichkeit zeigen.“
Mikan bemerkte, dass er nicht sonderlich erfreut klang und begann zu schmollen.
Natsume seufzte… das würde noch ein langer Tag werden.

“In deinem Herzen klingt ein Echo.
Warum wunderst du dich nur?“

Natsume beugte sich zu ihr, versperrte mit der einen Hand ihren Fluchtweg und drückte mit der anderen Hand ihre Handgelenke zur Seite, sodass sie ohne weitgehende Bewegungsfreiheit dort saß. Unglücklicherweise (?) kam Natsume immer näher… zu nah für Mikans Geschmack.

„Wir müssen das hier und jetzt durchziehen…“, sprach er, wurde aber von einem lauten Poltern unterbrochen und mit einem lauten Plumps landete etwas, oder besser jemand vor ihnen.

Stöhnend und mit kräftigen Rückenschmerzen richtet sich Luca auf und blickte zum Himmel.
„Hättest du mich nicht vorwarnen können? Warum hast du nicht erwähnt das hier ein Hügel ist?“, murmelte Luca und hielt nach seiner Schwalbe Ausschau, die gerade dabei war im Sturzflug auf Luca zuzukommen, um sich auf seine Schulter zu setzten.

“Wenn dein Herz zu mir sprichst,
ist es meine Stimme, die du hörst.“

„Luca“, sprach Natsume.

„Hm?“, fragte Luca und drehte sich um. Sein Gesicht wechselte von einem fragenden Blick zu einem geschockten Blick.
„T… Tut mir Leid!“, stammelte er und suchte verzweifelt nach einem Fluchtweg, genauso wie Mikan vorher. „S… Störe ich?“, fragte er vorsichtig.

„Ja!“, sagte Natsume sofort.
„Nein!“, sagte Mikan sofort.
Beide sahen sich an.

“Hör ruhig hin, wenn du kannst,
unsere Herzen schlagen im Takt.
Ich bin da.
Ich bin da.
Ich bin da…“

Natsume Blick verfinsterte sich und Luca wusste was das hieß: „Flieh!“.
Mikans Gesicht dagegen strahlte, sie riss sich von Natsumes Händen los und klammerte sich sofort an Lucas Arm:
„Luca- Pyon, du ahnst gar nicht, wie glücklich ich bin dich zu sehen. Er…“, und damit deutete sie auf Natsume.
Luca schaute wieder zu Natsume, der inzwischen ebenfalls aufgestanden war.
War er… sauer?
Luca lächelte schüchtern: „Doch. Ich denke schon.“

Natsume griff nach Mikans Kopf und zog ihn zu sich. Entsetzt griff Mikan zu seiner Hand, um ihren Kopf zu befreien. Verzweifelt versuchte sie Natsumes Hand abzuschütteln, was allerdings nur dazu führte, dass Natsume seinen Griff verstärkte.

„Nein.“, sagte er zu Luca und lächelte ihn an, was eindeutig auch Luca sichtlich überraschte.
Natsumes andere Hand griff derweil zu Mikans Kinn und zog diese näher an ihn heran.
Geschockt blickte Mikan in Natsumes Gesicht, das nun nur noch wenige Zentimeter von ihrem entfernt war.
Alles in ihrem Körper schaltete automatisch auf Panik, als ihr leichte Schauer das Rückenmark runter liefen.
„Du störst nicht. Ich war gerade dabei…“, damit nickte er zu Mikan, “mein bestes dafür zu geben, ihren Appetit zu stillen.“

“Ungeachtet aller Grenzen,
aller Zwänge, die uns beschränken,
Ich bin da.
Ich bin da.
Ich bin da…“

Luca schluckte schwer.
Er hätte wohl doch besser gleich gehen sollen.
So was wollte er eigentlich doch nicht wissen, diese Intim- Szene, egal, was Hotaru ihm antun würde… er wollte hier weg. Und zwar sofort!

Mikan wollte dieser äußerst zweideutigen Bemerkung widersprechen und so ihre Achtung vor Luca bewahren, wurde aber durch Natsumes Hände gestoppt. Nur ein leises „Hmph!“ war zu hören.

“Ich allein bin es,
der in all deinen Gedanken wohnt.“

„Du glaubst ja gar nicht, wie schwer es ist sie zufrieden zu stellen und all ihre Bedürfnisse zu erfüllen.“, erklärte Natsume und blickte Luca dabei direkt in die Augen.
Er wusste, dass Luca nicht durch Zufall diesen Hügel runter gerutscht war. Seine lieben Tiere waren immer strengstens darauf bedacht, dass Luca niemals was passierte. Ihn einen Hügel runter rutschen zu lassen, würde wahrscheinlich zur Steinigung der armen Schwalbe führen.

„A…Ach so…“, stammelte Luca und blickte in Mikans hochrotes Gesicht.
Oh, wie gerne wäre sie jetzt im Boden versunken…
Wie konnte sie nur auf sein dämliches Angebot eingehen? Das hier war schlimmer, als die Sklavenwoche… und auch weitaus peinlicher.
Warum hat sie sich nicht gleich einem Rudel hungriger Wölfe zum Fraß vorgeworfen?

“All deine Fragen,
alle Antworten bin ich.“

„Ich… ich gehe jetzt besser.“, stotterte Luca weiter und entfernte sich schnell.

Natsume seufzte und ließ Mikan los.
Sofort trat Mikan einige Schritte zurück, um tief Luft zu holen. Ihre Gesichtsfarbe normalisierte sich wieder, dennoch fing sie an zu zittern… vor Wut.

“Ich allein bin
In all deinen Träumen bei dir.“

„Was sollte das?“, rief sie empört und deutet wütend mit ihrem Zeigefinger auf den gelassenen Natsume. Der Drang, Natsume den Hals umzudrehen, wurde immer größer.
„Das war peinlich! Hast du den kein Schamgefühl?“

„Sie spionieren.“, antwortete er schlicht.
„Huh?“
„Unsere so genannten Freunde. Sie merken, dass da was nicht stimmt. Luca kam, um etwas herauszufinden… ganz ohne Zweifel hat ihn deine geliebte Freundin geschickt.“

“Auch das Strahlen deiner Augen
hast du nur von mir.“

Mikans Augen weiteten sich erst, dann wurde sie wieder wütend:
„Warum dürfen sie es sowieso nicht wissen? Sie sind unsere Freunde. Wenigstens sie sollten wissen, das all das nur Fake ist.“

Natsume setzte sich wieder auf die Bank.
„Sobald deine liebe Freundin DAS raus findet, wird sie mich killen, aber davor wird sie uns beide erpressen, um möglichst viel Profit daraus zu ziehen. Ich habe keine Lust erpresst zu werden.“, erklärte er sachlich.

„Warum dann nicht wenigstens Luca- Pyon? Er ist dein bester Freund? Oder Yuu? Er ist die verantwortlichste Person, die ich kenne? Kokoroyomi? Der wird es früher oder später doch so oder so erfahren.“, fragte Mikan.

Natsume seufzte: „Kennst du deine eigene Freundin nicht? Es dürfte kein Problem für sie sein, irgendwas aus ihnen raus zu bringen. Durch Überredenskraft… oder Gewalt. Was Kokoroyomi angeht… selbst wenn ich ihn zum Schweigen bringen würde, würde Imai einen Weg finden, es aus ihm herauszubringen, vielleicht auch herauszuprügeln. Solange wir nur über es reden, wenn du dabei bist, dürfte es keine Probleme geben.“
Was übersetzt soviel hieß, wie: „Trainier dein Alice, sonst kommen wir in Schwierigkeiten und dann mach ich dich fertig.“

“Wo du auch hinsiehst,
überall siehst du nur mich.
Ich bin da.
Ich bin da.
Ich bin da…“

Nun seufzte auch Mikan und setzt sich neben Natsume.
„Und was, wenn sie dich oder mich ausfragen? Was machen wir dann? Ich bin eine miserable Lügnerin…“

Natsume lächelte:
„Ich kann mich schon irgendwie da raus reden. Und du? Tu das, was du immer tust. Sag das du mich hasst, dass glauben die dir sowieso nicht.“

„NATSUME!!!“

“O Liebste, schau her,
alle Distanz zählt nicht mehr.
Ich bin da.
Ich bin da.
Ich bin da…“

~~~
Part 03:
Oblectamentum - Spielzeug
Ende
-Fortsetzung folgt-
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Kapitel 4: Part 04: Sensus - Gefühl

Nosce te ipsum – Erkenne dich selbst


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By: bienenstich
Genre: Romance
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Für Coco,
eine großartige Freundin
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Part 04:
Sensus - Gefühl
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“Der Sonne Licht verblasst,
der Mond scheint hell und klar.
Wie kann es nur sein,
dass der Himmel vor uns zerfließt…“

Langsam setzte Natsume einen Fuß nach dem andern.
Hin und wieder blickte er verstohlen zu seiner Linken, wo Mikan mit sich selbst zu kämpfen schien. Auf der einen Seite wäre sie wahrscheinlich am Liebsten so schnell wie möglich in ihr Zimmer zurück gerannt und hätte sich dort für den Rest des Wochenendes zu verbarrikadiert, Auf der anderen Seite wollte sie das auch durchziehen, um sich selbst wahrscheinlich wieder mal irgendwas beweisen zu wollen. Was auch immer ihr äußerst kleines Hirn sich da mal wieder ausdachte.

“Der Sonne Licht verblasst,
der Mond scheint hell und klar.
Wie kann es nur sein,
dass der Himmel vor uns zerfließt…“

Mikans Gedanken dagegen schwirrten wild in ihrem Kopf herum.
„Warum regst du dich eigentlich so sehr auf?“, fragte sie sich zwischen all ihren Gedankenströmen, „Sonst bist du doch auch immer in seiner Nähe… bei ihm… ABER doch nicht so!“ , widersprach sie sich selbst.

“Ich stehe still,
die Erde beginnt sich zu drehen.“

Hin und her gerissen zwischen den zwei, drei oder vier Mikans in ihrem Kopf, die erbittert um den Sieg rangen, fiel ihr Blick auf die Menschen, die ihnen, in wachsender Anzahl, langsam entgegenkamen.
Zwei Menschen, die sich etwas abseits der anderen Menschen, den Rand des Weges entlang liefen, fielen ihr besonders auf.

“Mein Herz rast davon,
die Luft bleibt mir weg.“

Von dem was sie erkennen konnte, waren es Mittelschüler, da sie etwas kleiner als Mikan und Natsume waren, nicht in ihre Klasse gingen und ganz sicher nicht in die Klasse über ihnen. Überrascht bemerkte sie, dass das blonde Mädchen von den Zweien in ihre Richtung schaute. Sie schien Mikan nicht direkt zu sehen, da ihr Blick träumerisch einfach durch sie durch ging und sich ihr ganzes Blickfeld auf Natsume richtete.

Sag, bin ich zum ersten Mal verliebt?
Sag, bin ich zum ersten Mal verliebt,
zum ersten Mal verliebt?“

Der braunhaarige Junge, der neben dem Mädchen herging, bemerkte offenbar, dass seine Begleitung mit den Gedanken ganz woanders war und schnappte sich wütend die Hand des Mädchens und zog sie sanft hinter sich her. Auf die Wangen des Mädchens, das scheinbar dadurch aus ihrer Trance erwacht war, legte sich ein leichter Rotschimmer, da es ihr wohl Recht peinlich war, dass ihr Begleiter bemerkt hatte, dass sie Natsume anstarrte. Peinlich berührt lächelte sie nervös und schlang ihre Arme um einen Arm des Jungen, welcher ihr anscheinend vergeben hatte, da er bemerkt hatte, wen sie da anstarrte.

“Der Sonne Licht verblasst,
der Mond scheint hell und klar.
Wie kann es nur sein,
dass der Himmel vor uns zerfließt…“

Mit einem letzten Seufzer, drehte sich der braunhaarige Junge noch einmal zu Mikan und Natsume um. Allerdings schien er Mikans Blick zu bemerken. Zuerst schaute er recht überrascht drein, fasste sich aber wieder und lächelte Mikan freundlich an und nickte in Richtung Natsume.
Schnell blickte Mikan zu Natsume, der ca. 5m weiter Weg bemerkt hatte, dass Mikan zu lahm für diese Welt war und dass man auf sie warten müsse. Sie eilte zügig an Natsumes Seite, der dadurch weiter ging.

“Der Sonne Licht verblasst,
der Mond scheint hell und klar.
Wie kann es nur sein,
dass der Himmel vor uns zerfließt…“

Kurz blickte Mikan noch einmal zurück und sah gerade noch rechtzeitig, wie das Mädchen aufgeregt auf Etwas zeigte und sich die Hand des Jungen griff. Leicht verlegen ließ er sich mitzerren, sah aber noch mal zu Mikan und nickte noch einmal grinsend in Natsumes Richtung, der schon wieder 10m weiter war, da bei ihm offensichtlich der zarte Geduldsfaden gerissen war.

“Ich stehe still,
die Erde beginnt sich zu drehen.“

Hand in Hand lief das Paar weiter und hinaus aus Mikans Sicht.

Hand in Hand…

“Bitt sag, bin ich zum ersten Mal verliebt?
Sag, bin ich zum ersten Mal verliebt,
zum ersten Mal verliebt?“

Plötzliche Erkenntnis fiel über sie herein, wie in Platzregen.
Von überall kamen ihr urplötzlich Paare entgegen. Hand in Hand…
Es war ja irgendwie klar, dass sie mit Natsume immer auffallen werden würde, aber… zwischen Paaren… lauter Hand- in- Hand- laufenden- Paaren war es praktisch unmöglich. Erst recht, wenn sie die einzigen sind, die nicht auf diese Weise durch die Gegend liefen.

“Mein Herz rast davon,
die Luft bleibt mir weg.“

Always see the bright side of life…
Da was zu finden würde schwierig werden…
Tief in Gedanken, bemerkte sie, dass sich die Lücke zwischen ihr und Natsume um weitere Meter verlängert hatte.

„Genieße diesen wunderbaren Moment,
in dem alles anders wird,
denn unsere Träume werden endlich wahr.“

Schnell bahnte sich Mikan einen Weg durch die nun überfüllten Wege. Verlegen nuschelte sie einige Male ein „Verzeihung!“ oder „Darf ich?“ und drängelte sich an den Passanten vorbei, die nun langsam aus verschiedenen Restaurants kamen oder sich zu verspäteten Verabredungen machten.

“Ist es das Wunder der Liebe,
das es seit Jahrhunderten gibt,
das uns gefangen hält? Ist es wahr?“

Endlich sah sie Natsumes Rücken wieder und verlangsamte ihren Gang etwas.
Sie hob ihren Kopf und erblickte Natsumes schwarzen Haarschopf. Aus irgendeinem Grund konnte sie ihren Blick nicht von seinem Hinterkopf abwenden. Das wurde nun langsam merkwürdig. Na gut, sie hatte von den andern Mädchen gehört, dass sie oft in den Augen ihrer Freunde verloren gegangen wären, sie hatten zwar alle ja irgendwie wieder zurückgefunden, aber keine hat je davon erzählt, dass sie sich im Hinterkopf eines Freundes verloren hatte.
Mit größter Willenskraft schaffte sie es, ihren Blick zu senken, vorbei an seinem roten Ohrring und an seinem Hals, blieb jedoch wieder bei seinem Rücken stecken.

“Möge dieses Liebesglück
Immer mit uns sein.
Mögen wir uns immer begegnen,
wie wir es heute tun.“

Und ihre Augen schienen das Ziel gefunden zu haben:
Natsumes linke Hand, die ausnahmsweise nicht in seiner Hosentasche war, sondern locker an seiner Seite bei jedem seiner Schritte, wie ein Pendel, hin und her schwankte.
Hypnotisiert von diesem Pendel… oder Natsumes Hand… wie auch immer…

“Ich stehe still,
die Erde beginnt sich zu drehen.“

Weiß der Teufel, was sie geritten hatte, als sie ihre Hand weit ausstreckte. Weit… und in Richtung Natsumes linke Hand…
Mikans Herz schlug genau so schnell, wie gestern, als Jinno wütend auf sie zukam, um ihr das Leben zur Hölle zu machen. Aber dieses Mal war etwas anders.

“Mein Herz rast davon,
die Luft bleibt mir weg.“

Gestern, da war sie sich sicher, war das pure Angst, die sie da verspürte, aber…
Diese Art von rasender Puls und Verschnellerung des Klopfen ihres Herzens war wenn dann eine recht angenehme Art von Angst und da sie sich sicher war, dass es so was wie „wohl fühlende Angst“ nicht gibt, muss es demnach etwas anderes sein.

„Sag, bin ich zum ersten Mal verliebt?
Sag, bin ich zum ersten Mal verliebt,
zum ersten Mal verliebt?“

Nur noch ein paar Zentimeter…
Und dann…
Wurde sie doch glatt angerempelt!!!

“Die Farben unserer Seelen
Haben sich zu einer vermischt.“

Natsume riss die Augen weit auf. Seinen Oberkörper zog es plötzlich zurück! Er verlor das Gleichgewicht und stolperte einige Schritte zurück.
Gerade noch so schaffte er es, sich zu fangen und verwirrt blickte er nach hinten, bereit was auch immer da ist, zu massakrieren… oder besser zu verbrennen… wer zum Kuckuck wagte es…?

“Die Grenzen unserer Körper
Sind ganz und gar verwischt.“

Allerdings noch verwirrter starrte er auf das Mädchen, das an seinem Hemdzipfel zog.
Sein Gesichtsausdruck wurde nur noch von dem Gesichtsausdruck Mikans übertroffen.

“Oh Liebster, die Wogen der Liebe
Drohen mich in die Fluten zu ziehen.“

Purer Schock stand ihr mitten ins Gesicht geschrieben.
Damit hatte sie nicht gerechnet. Um ehrlich zu sein hatte sie mit ihrer ganzen Situation nicht gerechnet, vor Allem, dass sie sich nun dabei ertappte, wie sie versuchte mit Natsume Händchen zu halten!
Stopp!
Löscht das bitte!
Weg mit diesen Gedanken!

“Doch dann bringen sie mich
Sicher und sanft wieder an Land.“

„Was zum…?!“, rief Natsume und sein Gesicht wechselte von Überraschung zu Wut.
Ausrede!
Aber… bei ihren Lügen? In ihrem Kopf rief es: „Lass dir was einfallen!“. Natsume war kein Dummkopf. Er hatte es selbst gesagt, wenn sie lügt, würde ihr niemand glauben.
Dann gab es nur noch eine Lösung:
Sie musste die Wahrheit sagen…

“Es ist wie der Durst des Ozeans,
es ist wie das der Nacht.
Die Flammen unserer Herzen wurden heute entfacht.“

„Ich… ich…“, stotterte sie.
Innerlich drehte sich alles in ihr. Zitternd hob sie zum Schutz ihre Hände und suchte immer noch verzweifelt nach einer Lösung.
„Ich… ich… HAB HUNGER!!!“, die letzten Worte schrie Mikan fast.
Krampfhaft deutete sie über Natsumes Schulter hinweg, zu einem Haus… einem Restaurant.
Natsume drehte seinen Kopf in die Richtung, in die Mikan deutete, was Mikan Zeit gab einmal kräftig durchzuatmen und sich Sorgen darüber zu machen, ob Natsume ihr das wohl abkaufen würde.
Sie hatte Glück, da Natsume nickte und mit ihr ins nächste Fast Food- Restaurant ging.
Überglücklich nicht nur zwischen Dates zu sitzen, stellte sie sich vors nächste Menüschild und verschwendete keinen weiteren Gedanken mehr an all diesen Datekram.

“Ich stehe still,
die Erde beginnt sich zu drehen.“

„Sag mal, Natsume“, begann Mikan, „warum ist du denn nicht soviel?“
Vor Natsume lag eine lächerliche leere Portion Pommes und noch ein halb volles Glas Cola.
Natsume seufzte: „Das fragst du noch?!“
Daraufhin beäugte er Mikans Berg an leeren Hamburger-, Pommespackungen und zwei leere Gläser, während Mikan vor einem großen gemischten Eis saß und unschuldig zu Natsume hinüberblickte.

“Mein Herz rast davon,
die Luft bleibt mir weg.“

Na ja… irgendwie war es ja amüsant zuzuschauen, wie in so einen kleinen Körper diese Unmengen an Essen reinpasste. All zu oft sollte er allerdings nicht mit ihr Essen gehen und bezahlen… das würde sein Geldbeutel nicht lange durchhalten…
Natsumes Blick wanderte von der essenden Mikan nach links und beäugte unauffällig, zwei Mädchen, die zusammen um die Ecke saßen und verstohlen herüberblickten.

„Zwei, also… du lässt nach… Imai…“, flüsterte er sich zu.
Ogasawara Nonoko.
Umenomiya Anna.
Huh?

“Bitte sag, bin ich zum ersten Mal verliebt?
Sag, bin ich zum ersten Mal verliebt,
zum ersten Mal verleibt?“

Du willst noch mehr Beweise?
Luca reicht wohl nicht. Tss, egal was er hier machen würde, selbst wenn er diese beiden auch noch überzeugen würde. Solange Imai nicht zufrieden gestellt sein würde, würde es so weiter gehen. Aber…
Und damit blickte er zu Mikan.
… sein Stolz würde so was wohl nicht hinnehmen.

“Der Sonne Licht verblasst,
der Mond scheint hell und klar.“

Noch einmal schaute er zu den beiden Mädchen, die aufgeregt miteinander tuschelten und immer wieder herschauten. Natsumes Blick schienen sie aber nicht zu bemerken.
„Mikan…“, rief Natsume und wendete seinen Blick wieder Mikan zu.
Erschreckt ließ Mikan, die gerade noch ein Stück Erdbeereis auf dem Löffel hatte, ihren Löffel fallen. Der Löffel fiel direkt in die Eisschale und etwas Eis spritzte auf Mikans Hände und auf den Tisch. Völlig überrascht griff Mikan zu einer Serviette und wischte das Eis vom Tisch.

“Wie kann es nur sein,
dass der Himmel vor uns zerfließt…“

Gerade als sie sich die Hände abwischen wollte, griff Natsume nach ihre rechten Hand.
Mikan versuchte noch ihre Hand zurückzuziehen und machte den Mund auf, um Natsume zu fragen, was das soll.
Und mit einem letzten Blick zu Ogasawara und Umenomiya… küsste er Mikan das Eis von der Hand…

Natsume lächelte leicht und leckte sich mit der Zunge über die Lippen:
„Erdbeerig… Pünktchen!“

“Die Sonne geht langsam auf
Und der Mond verblasst.
Am Ende ist es nur ein Traum
Ohne Hoffnung für uns beide.“

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Part 04:
Sensus - Gefühl
Ende
-Fortsetzung folgt-
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